100 bis 130 Jahre alte Blutbuche im Casinogarten in Viersen gefällt

Baumfällung in Viersen : Was vom Naturdenkmal übrig blieb

Naturschützer hatten zuletzt noch gefordert, von der Fällung der Blutbuche im Casinogarten abzusehen.

Ein Aststück nach dem anderen trennte ein Bauarbeiter am Donnerstagmittag vom Hubsteiger aus mit der Motorsäge ab und warf es aus mehreren Metern Höhe hinunter. Jetzt ist von der Blutbuche im Casinogarten, einem 100 bis 130 Jahre alten Naturdenkmal, kaum noch etwas übrig. Am Mittwochmorgen hatten die Arbeiter begonnen, im Auftrag des Kreises Viersen den Baum zu fällen. Wie der Kreis erläuterte, war der Baum von einem Schadpilz befallen, der die Wurzeln vermutlich schon seit Jahren zerstörte. Im Spätsommer hätten sich erstmalig Pilzfruchtkörper des Riesenporlings am Stammfuß gezeigt. Der Baum sei nicht mehr standsicher, ein unabhängiger Gutachter habe empfohlen, ihn zu fällen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Viersen hatte zuletzt versucht, das zu verhindern.

(naf)