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Zerstörungen am Schul- und am Jugendfreizeitzentrum in Tönisvorst

Schul- und Jugendfreizeitzentrum : Zerstörer in Tönisvorst unterwegs

Seit Bekanntgabe der Schulschließungen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus gab es in der vergangenen Woche jede Nacht Einbrüche und Fälle von schwerem Vandalismus in städtischen Schulen und Jugendeinrichtungen.

In der Nacht zu Montag, 16. März, traf es das Jugendfreizeitzentrum JFZ St. Tönis an der Gelderner Straße. Hierbei wurden die Fenster im Fitnessraum auf der Rückseite des Gebäudes eingeworfen, gezielt im Obergeschoss ein Schrank aufgebrochen und eine Playstation 4 geklaut. Im Büro wurden dann die Controller und Ladegeräte mitgenommen. Der Versuch, den Tresor mit stumpfer Gewalt auszuhebeln, ist gescheitert. In der Nacht auf Mittwoch gab es dann einen Einbruch in den Fahrradkiosk am Schulzentrum. Komplett demoliert wurde dabei auch das Gartenhaus des Wächters, der hier am Schulzentrum ehrenamtlich auf die Fahrräder der Schüler aufpasst. „Von einem ehrenamtlich tätigen Menschen das Eigentum zu zerstören, ist an Stumpfsinnigkeit kaum zu überbieten“, sagte am Sonntag Bürgermeister Thomas Goßen.

Damit längst nicht genug: Mit einem schweren Seitenschneider wurden am Schulzentrum Stahlzäune zerschnitten sowie Gehwegplatten aus dem Pflasterbelag entfernt und damit die Eingangstür der Sporthalle demoliert. In der Nacht zu Donnerstag schlugen Unbekannte die Tür der Sporthalle des Schulzentrums erneut ein. Das war bereits zuvor einmal geschehen. Es folgte in der Nacht zu Freitag ein Einbruch in das Schulzentrum und die Sporthalle. Dabei wurden unter anderem zahlreiche Scheiben von Schulzentrum sowie Sporthalle eingeschlagen – und bereits reparierte Fenster erneut zerstört. Eine Schadenssumme steht noch nicht fest. Fest steht aber, das die Vandalismus-Schäden in diesem Jahr schon die 50.000-Euro-Grenze überschritten haben – alles Geld der Steuerzahler.

Aufgrund der wiederholten Vandalismus-Schäden, die bereits im Januar in der Rosentalhalle begannen, wird die Stadt jetzt einen Sicherheitsdienst einsetzen, der am Wochenende ganztägig und in der Woche von 18 bis 6 Uhr morgens die Objekte sichert, um weitere Schäden zu verhindern.

(hd)