Zechen-Förderverein in Tönisberg hat sich aufgelöst

Tönisberg : Zechen-Campus: Förderverein hat aufgegeben

Der Förderverein Niederberg wird sich auflösen. Das Hauptziel des Vereins sei aber erreicht worden.

(rei) Die Enttäuschung ist Peter Kunz immer noch anzumerken. Sein Plan, auf dem Gelände der ehemaligen Zeche auf dem Wartsberg in Tönisberg noch etwas retten zu können von der Bergbautradition, lässt sich auf absehbare Zeit nicht verwirklichen. Kunz und seine zuletzt 49 Mitstreiter vom „Förderverein Niederberg“ haben aufgegeben. Bereits am 20. September hat Verein bei seiner letzten Mitgliederversammlung seine Auflösung beschlossen. Das Hauptziel habe man erreicht, so Kunz am Mittwoch im Gespräch mit unserer Zeitung: Der Förderturm und die anderen unter Denkmalschutz stehenden Gebäude bleiben erhalten.

So jedenfalls sieht es der Plan des Krefelder Investors Wolf-Reinhard Leendertz, der das ungenutzte ehemalige Zechenareal Anfang dieses Jahres von der Ruhrkohle AG übernommen hatte. Leendertz hatte im Juni im Kempener Planungsausschuss mögliche Ideen zur künftigen Nutzung des Geländes auf dem Wartsberg öffentlich vorgestellt. Während die Kempener Politik begeistert auf Leendertz’ Ideen für den „Zechen-Campus“ reagierte, ging es dem ehemaligen Bergmann Peter Kunz auch darum, auf dem Areal einen Ort einrichten zu können, an dem der Zechen-Förderverein ein kleines Bergbau-Museum einrichten könnte.

Nach einem Treffen mit dem Projektleiter für den „Zechen-Campus“, Ralf Drießen, war für Kunz und seine rührigen Mitstreiter aber klar, dass sich die eigenen Pläne so bald nicht werden umsetzen lassen. Kunz: „Das Konzept für die Zeche ist gut, aber der Prozess wird sich wohl noch einige Jahre hinziehen. Solange hätten wir den Förderverein nicht aufrecht erhalten können“, so Kunz. Er selbst will sich nun im neuen Verein „Denk mal an Kempen“ engagieren.

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