St. Tönis: Werbering St. Tönis: Jetzt geht es an die Umsetzung der Ideen

St. Tönis : Werbering St. Tönis: Jetzt geht es an die Umsetzung der Ideen

(RP) Als voller Erfolg wird die Netzwerkveranstaltung des Werbering St. Tönis gewertet, die am 24. Mai im Rathaus über die Bühne ging. Vereine, Organisationen und Institutionen waren untereinander zu einem Speed-Dating eingeladen.

Zahlreiche Besucher folgten der Einladung. Gemeinsam wurden Ideen entwickelt, Wünsche gesammelt, Kontakte geknüpft – mit einem Wort: Es gab einen lebhaften Austausch. Das neue sechsköpfige Vorstandsteam des Werberings ist sich einig: „Wir werden Stück für Stück für die Umsetzung sorgen und die Dinge angehen, die uns betreffen.“ Ein Termin für die Neuauflage der Netzwerkveranstaltung steht schon jetzt: Für den 28. Mai 2020 ist die nächste Netzwerk-Veranstaltung geplant.

Fazit der Veranstaltung des Werbering St. Tönis, künftig „St. Tönis erleben“, vorab: Alle Teilnehmer wünschen sich eine bessere und intensivere Kommunikation untereinander. Die Stadt, Werbering, Vereine, Organisationen und Institutionen sollten sich mehr, informativer und konkreter miteinander austauschen, vor allem was anstehende Termine und Aktivitäten angeht.

Tipps und Anregungen gab es zuhauf: Die Innenstadt soll nach 18 Uhr und auch an Wochenenden mehr belebt, das Außen-Gastronomie-Angebot verbessert und erweitert werden. Außerdem sollte der Einzelhandel sich auf einheitliche Öffnungszeiten einigen. Die Ortsteile St. Tönis und Vorst sollen künftig mehr zusammenarbeiten, sich besser austauschen und vernetzen. Insbesondere gilt dies für die beiden örtlichen Werbegemeinschaften der Stadt Tönisvorst: „St. Tönis erleben“ und „Vorst aktiv.“.

Qualität statt Quantität soll künftig als Maßstab für Veranstaltungen gelten. Öffentliche Plätze, zum Beispiel Rathausplatz, Seulenhof und der Alte Markt, sollen verstärkt bei Events mit einbezogen werden. Neue Veranstaltungsideen sind im Gespräch: Es könnte eine Vereins- und Unternehmermesse geben, um sich selbst zu präsentieren, neue Mitglieder zu werben und Azubis zu gewinnen. Ebenso wurde die Wiederbelebung des Ehrenamt-Tages, eine Höfetour, ein Bauermarkt und das Erntedankfest mit einem Gottesdienst im Freien angeregt.

Was die Zielgruppen angeht: Künftig will man den Fokus noch mehr auf den Nachwuchs setzen, unter anderem mit guter Jugendarbeit und mehr Kinderattraktionen. Eine Überlegung war auch, einen generationsübergreifenden Raum zu schaffen, so dass unterschiedliche Generationen besser miteinander ins Gespräch finden. Für ältere Menschen könnte auch die Pflasterung der Fußgängerzone verbessert werden, damit man sich dort auch mit Rollatoren problemlos fortbewegen kann.

In Sachen Umweltschutz soll geprüft werden, wie Müllvermeidung und Nachhaltigkeit, etwa durch ein Mehrwegsystem besser bei den Stadtfesten berücksichtigt werden können. Die Grünen bieten sich unter anderem als Ansprechpartner und Vermittler für die Umsetzung an. Aktive Unterstützung wird zugesagt: Der Bürgerbusverein würde seine Fahrtzeiten bei Veranstaltungen erweitern und die Pfadfinder bei Auf- und Abbau mithelfen. Musikalische Unterstützung bieten das Akkordeon-Orchester, die Prinzengarde und auch die evangelische Kirche an. Der Stadtkulturbund, die Handwerkerschaft und andere möchten für gemeinsame Veranstaltungen in Planung und Aufgaben eingebunden werden und boten unterstützende Hilfe an.

Karneval war ebenso Thema bei der Netzwerkveranstaltung: Für den Zug werden noch mehr Fußgruppen gewünscht. Die Vereine fragten an, ob eine Spendensammlung über den Einzelhandel möglich wäre. Man denkt auch über eine Kürzung des Zugwegs nach, und es wurden Wünsche laut, dass der Tulpensonntagszug noch stärker von Vereinen, Parteien und der Stadt begleitet und unterstützt werden sollte.

Die Zusammenarbeit mit dem Verein der Handwerker in Tönisvorst, HiT, soll intensiviert werden. Man will künftig mehr gemeinsam auftreten.

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