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Weiterführende Schulen in Tönisvorst verzeichnen hohe Anmeldezahlen

Tönisvorst : Weiterführende Schulen verzeichnen großen Zulauf

Für das kommende Schuljahr gibt es gute Anmeldezahlen. Besonders das Michael-Ende-Gymnasium kann eine deutliche Zunahme verzeichnen.

Am Freitag ist die Anmeldewoche für die Viertklässler an den beiden weiterführenden Schulen der Stadt Tönisvorst zu Ende gegangen. In diesem Jahr gab es besonders für das Michael-Ende-Gymnasium (MEG) ein erfreuliches Ergebnis: 134 Jungen und Mädchen möchten im Sommer auf das Gymnasium wechseln, das einen bilingualen, einen klassischen und einen naturwissenschaftlichen Zweig anbietet.

„Bei uns haben die aktuellen Anmeldezahlen eine Euphorie ausgelöst“, sagt Schulleiter Paul Birnbrich. Die Zahlen zeigten, dass die gute Arbeit, die an der Schule geleistet werde, gewürdigt werde und das MEG auch über die Stadtgrenzen hinaus bekannt sei. Tatsächlich kommen 25 Anmeldungen von Kindern aus Krefeld. Neben Schülern der Grundschule Forstwald, die traditionell auf eine der beiden naheliegenden Schulen im St. Töniser Schulzentrum wechseln, sind diesmal auch viele Kinder von der St.-Michael-Schule im Krefelder Stadtteil Lindental dabei.

Um alle Kinder, die sich angemeldet haben, aufnehmen zu können, hat Birnbrich beschlossen, einmalig eine Mehrklasse einzurichten. Eigentlich darf das MEG nur vier Eingangsklassen bilden. Das hat der Rat beschlossen, als die Rupert-Neudeck-Gesamtschule gegründet wurde, für die die gleiche Begrenzung gilt. So soll verhindert werden, dass die Schulen sich gegenseitig die Kinder wegnehmen. Wenn eine der beiden Schulen dennoch eine fünfte Eingangsklasse eröffnet, muss ein Antrag auf Fünfzügigkeit gestellt werden, dem der Rat zustimmen muss. Das ist bei einer einmaligen Mehrklasse aber nicht der Fall.

Allerdings muss dem die Stadt Krefeld zustimmen, weil es sich um Krefelder Schüler handelt, für die die Mehrklasse eröffnet wird. Die Stadt Tönisvorst als Schulträger hingegen habe keine Unannehmlichkeiten, verspricht Birnbrich: „Wir stellen keine Anforderungen an die Stadt, weder finanziell noch räumlich.“ Tatsächlich ist es eng im Schulzentrum, seit aus der Sekundarschule eine Gesamtschule mit eigener Oberstufe geworden und das Gymnasium zum Abitur nach neun Jahren zurückgekehrt ist.

Andererseits hat der Stadtrat bereits beschlossen, an der Dependance der Rupert-Neudeck-Gesamtschule (RNG) im Kirchenfeld festzuhalten und das Schulzentrum im Corneliusfeld zu erweitern. Gut fünf Millionen Euro sollen in ein neues Fachraumzentrum mit 16 Räumen fließen, das im Eingangsbereich des Schulzentrums gebaut wird. Die bisherigen Fachräume werden in Klassenräume umgewandelt. Davon wird auch die RNG profitieren, die sich zu einer gefragten Schule gemausert hat. 2017 ist die RNG aus der Sekundarschule hervorgegangen, seitdem melden sich jedes Jahr um die 100 neue Fünftklässler an.

„In diesem Jahr sind es 107 Kinder“, sagt Schulleiter Andreas Kaiser erfreut. Auch die Oberstufe, deren zweiter Jahrgang im Sommer an den Start geht, hat mit 65 Anmeldungen eine stabile Schülerzahl vorzuweisen.