1. NRW
  2. Städte
  3. Tönisvorst

Tönisvorst: Vorst im Fokus der Stadtentwicklung

Tönisvorst : Vorst im Fokus der Stadtentwicklung

Gleich mehrere Bauvorhaben in Vorst standen auf der Tagesordnung des Planungsausschusses. Auch über die Innenstadtentwicklung des Ortes und den Verkehr wurde diskutiert.

Es tut sich einiges in Vorst. Neben dem großen Neubaugebiet Vorst-Nord standen auf der Tagesordnung des Planungsausschusses auch der Bebauungsplan für den Bereich rund um Haus Brempt, für einen neuen Discounter an der Anrather Straße und für den Neubau mit Pfarramt an der Kuhstraße. Außerdem diskutierten die Politiker über die Innenstadtentwicklung des Ortes.

Über den Bebauungsplan rund um Haus Brempt konnte das Gremium zwar noch nicht abstimmen, weil nach dem Amt für Bodendenkmalpflege noch das Amt für Denkmalpflege seinen Bericht abliefern muss, aber es ist bekannt, dass auf dem Areal nördlich und östlich des ehemaligen Adelssitzes mehrere Wohnkomplexe mit bis zu 39 Wohneinheiten entstehen sollen. Zwischen 68 und 100 Quadratmeter groß sollen die Wohnungen sein, erschlossen werden sie über die Kokenstraße.

Auch für den Neubau mit Pfarrbüro an der Kuhstraße gibt es bereits konkrete Pläne. So soll das bisherige Pfarrhaus umgebaut und in einen Neubaukomplex eingebettet werden. Der Neubau erstreckt sich entlang der Kuhstraße und L-förmig in den hinteren Bereich des Grundstücks. Das ehemalige Pfarrhaus bekommt vier Mietwohnungen, die im Besitz der Kirche bleiben. Der Neubau soll auf drei Etagen 17 Wohnungen zwischen 46 und 90 Quadratmetern und das neue Pfarrbüro beherbergen. Acht der Wohnungen werden öffentlich gefördert.

Nach einem Gespräch mit Anwohnern will die Stadt jetzt eine Verkehrszählung durchführen, um zu ermitteln, wie belastet die Kuhstraße ist. Auch die Parkplatzsituation bereitet den Bürgern Sorgen, zumal einige der Stellplätze, die heute vor einer Wiese und künftig vor dem Neubau sind, wegfallen sollen. Außerdem schien den Politikern der Stellplatzschlüssel für den Neubau zu gering. Geplant ist ein Parkplatz pro Wohnung auf dem Gelände. Während die SPD-Fraktion sich direkt für den Schlüssel von 1,5 aussprach, bat die CDU-Fraktion um Beratungszeit, weshalb eine Entscheidung über den Neubau in die nächste Sitzung des Gremiums vertagt wurde.

Um Autos und Parkplätze ging es auch beim Thema Innenstadtentwicklung. "Wir müssen den Fuhrpark aus der Innenstadt rausholen", sagte Hans-Joachim Kremser (SPD). Der Markt sehe aus wie "ein Parkplatz, hinter dem Häuser stehen." Auch Rainer Linden von der Verwaltung fand, dass über die Nutzung des Straßenraumes gesprochen werden müsse. "Auf der Kuhstraße dominieren die Autos, besonders die parkenden." Problematisch sei der Leerstand mehrerer Ladenlokale.

Helge Schwarz (SPD) schlug vor, ein Innenstadtkonzept für Vorst zu entwickeln. Christiane Tille-Gander (CDU) erinnerte daran, dass es ein solches Konzept seit 2005 gebe. "Davon ist aber bis heute so gut wie nichts umgesetzt worden", monierte die CDU-Frau, die sich gegen einen "zweiten Papiertiger" aussprach. Auch in diesem Punkt kam es zu keinem Beschluss, Politiker und Verwaltung wollen das Thema aber auf der Agenda lassen.

Konkrete Züge nimmt hingegen die geplante Ansiedlung eines Netto-Markts am Böntscheshof an. Auf dem 6000 Quadratmeter großen Grundstück sollen Haus und Stallungen in Kürze abgerissen und ein Discounter mit Backshop auf einer Fläche von 1200 Quadratmetern gebaut werden. Vor dem Markt, der von der Anrather Straße aus angefahren wird, entstehen 42 Parkplätze.

(WS03)