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Vorst: Vorst bekommt neue Kita-Plätze

Vorst : Vorst bekommt neue Kita-Plätze

Das städtische Familienzentrum „Drei-Käse-Hoch“ bekommt einen weiteren Gruppenraum. Auch die Kirche plant einen Neubau für mehr Kindergartenplätze in Vorst.

Bevor Politiker und Bürgermeister Thomas Goßen sich zur Sitzung des Jugend- und Sozialausschusses zusammenfanden, besuchten sie das städtische Familienzentrum „Drei-Käse-Hoch“ an der Brucknerstraße. Dort will der Investor, von dem die Stadt das Gebäude gepachtet hat, in einem 86 Quadratmeter großen Anbau einen neuen Mehrzweckraum schaffen. Der bisherige Mehrzweckraum soll dann zu einem weiteren Gruppenraum umgestaltet werden.

„Dort können wir eine Gruppe mit 20 Plätzen einrichten“, erzählt Andrea Kern, Leiterin der Einrichtung. Sechs Plätze sollen für Kinder unter drei Jahren sein, 14 für Kinder zwischen drei und sechs Jahren. Das Familienzentrum hat dann 80 statt bisher 60 Kita-Plätze. Die Leiterin hofft, dass der Anbau bis zum Jahresende fertig ist.

Das Gebäude, in dem der katholische Kindergarten St. Godehard untergebracht ist, bietet sich hingegen nicht für einen Anbau an. Die Horizonte GmbH, Träger der katholischen Kindertagesstätten in Tönisvorst, plant vielmehr einen Neubau an der Oedter Straße. Im Ausschuss legt Fachbereichsleiter Lars Schaath einen Entwurf vor. Demnach sollen in dem ebenerdigen Gebäude fünf Gruppenräume entstehen. „Und in den Plänen ist noch eine Ausbaureserve für einen späteren Anbau vorgesehen“, weiß Schaath.

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Bis die ersten Kinder in den Neubau einziehen können, wird aber noch etwas Zeit vergehen, denn zunächst muss der Bebauungsplan geändert werden. Wann die Einrichtung eröffnet wird, kann Schaath nicht sagen, zumal die Stadt nicht Herr des Verfahrens ist. „Wir unterstützen das Vorhaben, aber die Kirche baut“, sagt auch Bürgermeister Thomas Goßen. Generell sei aber nicht zu befürchten, dass es in Vorst zu wenige Kita-Plätze gebe. Durch Änderung der Gruppenformen sei es kurzfristig immer möglich, weitere Plätze zu schaffen. „Kein Kind wird im Container untergebracht“, verspricht der Bürgermeister.

Die vielen neuen Kitaplätze – das AWO-Familienzentrum Kita Kunterbunt hat bereits einen weiteren Gruppenraum bekommen – sind auch wegen der städtebaulichen Entwicklung notwendig. Alleine im Neubaugebiet Vorst-Nord werden zurzeit 70 Grundstücke mit Doppel- und Einfamilienhäusern bebaut. Und am Haus Brempt sollen 34 neue Wohnungen entstehen, die von der Größe her auch für Familien geeignet sind.