Tönisvorst: Vorbild Vereinte Nationen: Schüler debattieren

Tönisvorst: Vorbild Vereinte Nationen: Schüler debattieren

Zwei Schüler des Michael-Ende-Gymnasiums aus Tönisvorst besuchten die Jacobs University in Bremen, um dort am Planspiel ,,Bremen International Model United Nations'' (BRIMUN) teilzunehmen.

Schüler und Studenten schlüpfen in die Rolle von Diplomaten der Vereinten Nationen und debattieren weltpolitische Themen in verschiedenen Ausschüssen. Alles in englischer Sprache. Das ist die Idee, die hinter Parlamentssimulationen wie ,,Bremen International Model United Nations'' steht. In Eigenregie von Studierenden der Jacobs University in Bremen organisiert, wurden bei der diesjährigen Auflage der Konferenz reale und aktuelle Thematiken wie die internationale Cybersicherheit diskutiert, sowie nach Lösungen für die Lage der Palästinenser in Jerusalem sowie für den Syrien-Konflikt gesucht. Vor und nach den Debatten sprachen hochkarätige Redner wie etwa der pakistanische Botschafter in Deutschland, Jauhar Saleem, und Richard Yaneoka, US-Generalkonsul in Hamburg.

Mit dabei waren nicht nur Studierende der Jacobs University, sondern auch zahlreiche Schülerinnen und Schüler von höheren Schulen aus ganz Deutschland, wie zum Beispiel Charlotte von Grünberg (16) und Justus Jansen (17) vom Michael-Ende-Gymnasium aus Tönisvorst. Teresa Döring (19), einst selbst MEG-Schülerin und heute Studentin an der Jacobs University sagt dazu: ,,Mich freut es sehr zu sehen, dass Schüler meiner eigenen Schule nun hier debattieren und dabei mit einem enormen Fachwissen selbst in Debatten mit Politikstudenten überzeugen können.''

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Genau das sei der besondere Reiz an der Veranstaltung, meint Charlotte von Grünberg, die schon an zahlreichen Parlamentssimulationen teilgenommen hat. ,,Über den Nahostkonflikt zu beraten, wenn man Menschen im Raum hat, die aus eben jenen Gebieten kommen und sich als Studenten intensiv mit der Materie beschäftigen, macht eine solche Veranstaltung besonders.'' Auch Justus Jansen ist begeistert und fügt hinzu: ,,Vor allem die Diversität, die auf dem Campus herrscht, hat mich beeindruckt. Hier gibt es unfassbar viele Menschen mit spannenden Ideen und Visionen, denen man immer etwas abgewinnen kann, egal ob innerhalb oder außerhalb der Debatte.''

Am Ende des Wochenendes nahmen die beiden Schüler nicht nur viele neue Erfahrungen und Erinnerungen mit nach Hause, sondern wurden auch ausgezeichnet: Justus Jansen erhielt eine so genannte Honorable mention als Bester Delegierter seines Ausschusses.

(RP)