Veränderungswünsche für Bebauungsplan Haus Brempt

Tönisvorst : Noch Veränderungswünsche für Bebauungsplan Haus Brempt

Grundsätzlich gab der Planungsausschuss grünes Licht für eine Wohnbebauung rund um Haus Brempt. Das Gelände der ehemaligen Gärtnerei an der Kokenstraße liegt seit vielen Jahren brach. Ein Investor will jetzt fünf Wohnhäuser auf dem Gelände errichten.

Dazu muss der Bebauungsplan Vo-49 Haus ­Brempt/Kokenstraße geändert werden. Die ehemaligen Gärtnereiflächen sind als private Grünflächen eingetragen. Künftig soll dort ein allgemeines Wohngebiet sein. Die Fläche um das Haus Brempt, das unter Denkmalschutz steht, soll als reines Wohngebiet eingetragen werden, um den Bestand zu sichern.

Die Verwaltung soll die geplanten Änderungen für diese Flächen mit der Bezirksregierung absprechen. So weit gab es einen einstimmigen Beschluss. Verschoben wurde die Entscheidung für den Vorentwurf des Bebauungsplanes und die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit. Warum? Seitens der Planungsausschusses, aber auch der Verwaltung sind noch Änderungswünsche mit dem Planungsbüro zu besprechen.

Was ist bisher geplant? Vorgestellt wurden Pläne für fünf freistehende Gebäude, die 10,5 Meter hoch werden sollen. Das zweite Obergeschoss ist als Staffelgeschoss vorgesehen. Insgesamt werden in diesem Innenstadtbereich 34 neue Wohneinheiten entstehen, sie bieten eine Wohnfläche von 3300 qm. Und da in Vorst der Parkraum knapp ist, wurde auf die Frage nach Stellplätzen eine ganze Palette aufgezeigt: 24 Stellplätze, 26 Plätze in einer Tiefgarage, acht Garagen und zwölf Plätze im öffentlichen Straßenraum bedeuten insgesamt 70 Parkmöglichkeiten.

Bei den geplanten Gebäuden gibt es zwei verschiedene Typen: drei davon sind Sechs-Familien-Häuser mit jeweils 91 bis 110 qm Wohnfläche und zwei sind Acht-Familien-Häuser mit Wohnungen von jeweils 70 bis 110 qm. Ob es sich um Eigentumswohnungen oder Mietwohnungen handelt, war im Ausschuss bisher kein Thema.

Christian Tille-Gander, planungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, konnte in der vorgestellten Planskizze keinen Weg zur Kirche St. Godehard in der Ortsmitte erkennen. Außerdem fragte sie nach einem Lärmgutachten in Hinsicht auf den direkt ans Grundstück angrenzenden Saal von Haus Vorst. Die Nähe zum Haus Vorst wurde auch in der SPD-Fraktion als nicht ganz unproblematisch angesehen.

Die Wohnbebauung wird verkehrsmäßig von der Kokenstraße aus nördlich erschlossen. Der Zugang zu Haus Brempt und eine Anbindung des Brempter Weges sind in den Plan eingearbeitet. Nach Osten gilt es, einen Höhenunterschied von 1,50 Metern zu überwinden. Die Planer sehen dafür eine kleine Treppe vor. Das fand im Planungsausschuss keine Zustimmung. Fachbereichsleiterin Ina Bartmann forderte eine seniorengerechte Lösung, Christian Rütten (CDU) eine behindertenfreundliche Rampe an dieser Stelle. Schließlich sei die Lebenshilfe an der Kniebeler Straße ganz in der Nähe angesiedelt.

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