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Vater und Tochter nähen Masken und sammeln Spenden für Action Medeor

Für Vorster Medikamentenhilfswerk : Vater und Tochter nähen Masken

Gegen eine Spende für Action Medeor sind die Mund-Nase-Masken in Tönisvorster Apotheken zu haben. Mit dem Erlös will das Medikamentenhilfswerk in ärmeren Ländern beim Schutz vor dem Coronavirus helfen.

Yvonne Stieger und ihr Vater Werner Wälter nähen in ihrer Freizeit Mund-Nase-Masken, mehr als 200 Stück haben sie schon produziert. Nun wollen sie die Masken zusammen mit mehreren Apotheken in Vorst und St. Tönis verteilen – und zugleich Gutes damit tun. Denn die Masken werden nicht verkauft, sondern mit der Bitte um eine Spende für Action Medeor abgegeben. Damit will das Vorster Medikamentenhilfswerk Menschen in ärmeren Ländern helfen, sich vor dem Coronavirus zu schützen.

Die angesprochenen Apotheken in Vorst und St. Tönis waren sofort mit von der Partie: „Bei dieser tollen Aktion machen wir gerne mit und bewundern das ehrenamtliche Engagement“, sagt Ralf Weckop von der Hirsch-Apotheke in St. Tönis. „Gerne unterstütze ich diese sinnvolle Aktion und unser Vorster Hilfswerk“, sagt Regina Bormann von der Vorster Markt-Apotheke. Inzwischen ist die Aktion auch in der Paracelsus-Apotheke angelaufen.

Zusätzlich liefern Vater und Tochter eine Anleitung, wie die Maske korrekt zu tragen ist. „Bei vielen ist zu beobachten, dass die Nase mit der Maske nicht bedeckt ist, und mit unserer Anleitung wollen wir Empfehlungen geben, wie die Maske zu reinigen ist“, sagt Stieger.

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Sie und ihr Vater haben die Aktion gut vorbereitet. „Bei der Arbeitsplanung ist mein Vater toll, und die Ansprache der Apotheken ist in erster Linie mein Ding“, erläutert Stieger. Sie geht davon aus, dass es in den Apotheken wegen der Maskenpflicht eine große Nachfrage gibt. Die ersten Mund-Nase-Masken waren tatsächlich schnell ausverkauft. Für Nachschub wird nun schnellstens gesorgt.

Dafür brauchen Stieger und Wälter nun aber neue Stoffe, denn die eigenen Vorräte gehen langsam zur Neige. „Wer uns beim Nähen, Bügeln oder mit Stoffspenden unterstützen kann, ist herzlich willkommen“, sagt Stieger. Eng gewebte Baumwollstoffe sind gefragt, weiß oder bunt, „es gehen aber auch alte Bettbezüge, da diese Stoffe heiß gewaschen werden können“, sagt Stieger. Auch Oberhemden oder Blusen eigneten sich, Gummiband-Spenden seien ebenfalls willkommen.

Kontakt  unter Telefon 02156 8736.

(RP)