Unternehmerfrühstück „TönisVorstum8“: Gastrednerin war Kirsten Jahn, Geschäftsführerin der Metropolregion Rheinland

Unternehmerfrühstück : Was tut die Metropolregion für Tönisvorst?

Die Wirtschaftsförderung der Stadt hatte zum Unternehmerfrühstück „TönisVorstum8“ eingeladen. Gastrednerin war Kirsten Jahn, Geschäftsführerin der Metropolregion Rheinland.

„Was tut die Metropolregion Rheinland für Tönisvorst?“ Das war das Thema eines Impulsvortrages von Kirsten Jahn, Geschäftsführerin der Metropolregion, beim Unternehmerfrühstück, das die Wirtschaftsförderung der Stadt Tönisvorst in ihrer im Jahr 2013 begonnenen Reihe „TönisVorstum8“ im Vorster Kulturcafé Papperlapapp veranstaltete. Die Sparkasse Krefeld unterstützt das Vorhaben finanziell. Diskussionsfreudige Unternehmer aus der Apfelstadt werden bereits um 8 Uhr morgens zusammengerufen, damit sie nach etwa anderthalb Stunden ihre Arbeit in ihren Betrieben aufnehmen können und dafür nicht einen ganzen Abend opfern müssen.

Rund 70 Gäste folgten diesmal der Einladung der Stadt, für Bürgermeister Thomas Goßen und Wirtschaftsförderer Markus Hergett ein starkes Signal, dass die Reihe sich längst etabliert hat. Unter den vielen Gästen auch der Tönisvorster Ratsherr Hans-Joachim Kremser, der im Vorstand des Vereins „Metropolregion Rheinland“ sitzt. Die Metropolregion Rheinland ist mit rund 8,6 Millionen Menschen die bevölkerungsstärkste Region Deutschlands mit einer einmaligen Dichte an internationalen Unternehmen und einer großen Zahl mittelständischer Weltmarktführer. In der Metropolregion sind insgesamt 22 Gebietskörperschaften in den Regierungsbezirken Düsseldorf und Köln zusammengefasst: elf kreisfreie Städte, zwölf Kreise und die Städteregion Aachen.

Kirsten Jahn machte deutlich, dass die Metropolregion Rheinland die vielfältigen Kräfte bündeln möchte und helfen will, Aufgaben wie Digitalisierung, Infrastruktur, Klimaschutz, Verkehrswende und Standortmarketing gemeinsam zu bewältigen, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Die vier Arbeitskreise Verkehr und Infrastruktur, Forschung und Bildung, Tourismus und Kultur sowie Standortmarketing diskutieren die Themen, die die Metropolregion abzuarbeiten hat, wenn sie ihre Lobbyarbeit betreibt, um das Rheinland zu einer Dachmarke zu machen und dafür zu sorgen, dass die Region als eine von zwölf Metropolregionen in Deutschland besser wahrgenommen wird.

Besonders wichtig ist Kirsten Jahn der Brückenschlag nach Europa, denn hier gilt es, eine zielführende Akquise von Fördermitteln zu betreiben, davon würde auch Tönisvorst profitieren. Aber auch von der gemeinsamen Marketingkampagne der Metropolregion sowie von deren Messeauftritten und den vielfältigen Impulsen, gesellschaftliche und wirtschaftliche Prozesse anzustoßen, können die Niederrheiner gewinnen.

In dem so arg verdichteten und besiedelten Raum des Rheinlandes gilt es vor allem, die drängenden Verkehrsprobleme zu bewältigen, eine veraltete Infrastruktur zu verbessern und Wissenstransfer zu betreiben. Die Metropolregion sieht sich als „Cheflobbyist“ für eine wichtige Region, die elf Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts erarbeitet.