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Turnerschaft St. Tönis will ein Verein mit Mehrwert sein

Vielfältige Angebote auch jenseits des Sports : Turnerschaft St. Tönis will ein Verein mit Mehrwert sein

Ein Sportverein ist mehr als ein Verein, in dem Sport ausgeübt werden kann. Die Verantwortlichen der Turnerschaft St. Tönis sehen den Verein als dritte Säule in der Gesellschaft – neben Familie und Schule.

Der Verein ist sich seiner sozialen Verantwortung bewusst und nimmt diese seit Jahren wahr. Angefangen von einem Einkaufsservice in der Corona-Pandemie bis zu Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg und der Verarbeitung dieser Erinnerungen.

Die Turnerschaft St. Tönis mit ihren fast 1500 Mitgliedern in fünf Abteilungen sieht sich selbst als Verein mit Mehrwert. Diesen frischen Wind hat Christian Hülsemann im Jahr 2013 nach seiner Wahl zum Vorsitzender mitgebracht. Er und seine Mitstreiter hatten sich überlegt, wie man einen Verein zukunftsfähig aufstellt. So entstanden Angebote wie der Einkaufsservice für Personen, die auf Hilfe anderer angewiesen sind. Von älteren Menschen in Tönisvorst bis hin zu Personen, die in Quarantäne mussten und nicht selbst einkaufen konnten. Mit der Kooperation mit dem in Tönisvorst ansässigen Medikamenten-Hilfswerk Action Medeor will man seinen Mitgliedern, vor allem dem Nachwuchs zeigen, wie es Menschen in anderen Teilen der Welt geht. Zudem sollen sich die Mitglieder der Turnerschaft aktiv in das Leben in der Stadt Tönisvorst einbringen. So stellt der Verein seit Jahren Helferinnen und Helfer für die verschiedensten Wahlen und lebt damit aktiv die Demokratie. Ein wichtiger Baustein ist auch das Leben der Traditionen. So nehmen ältere Jugendliche der Turnerschaft mit weiteren Mitgliedern jedes Jahr an den Gedenkveranstaltungen am Volkstrauertag teil.

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Die Stadt Tönisvorst pflegt seit mehr als 40 Jahren eine Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Sées. Und seit 2017 fährt die Turnerschaft St. Tönis mit der Handballabteilung und der männlichen und weiblichen A-Jugend alle zwei Jahre nach Frankreich. Dort verbindet man Spaß, Freude mit Traditionen und Geschichte. So stehen Freundschaftsspiele mit Mannschaften aus der Umgebung von Sees ebenso auf dem Programm wie schon auf der Hinfahrt der Besuch des deutschen Soldatenfriedhofs im belgischen Bourdon, mit Kranzniederlegung am Grab des jungen Tönisvorster Soldaten Anton Fieles. Auch später in der Normandie werden ein amerikanischer Soldatenfriedhof und auch die Invasionsstrände des Zweiten Weltkriegs besichtigt. 2021 sollte eigentlich die dritte Fahrt stattfinden. Wegen der Pandemie wurde sie auf 2022 verschoben und findet kurz vor Pfingsten zum dritten Mal statt.

„Ich finde es sehr wichtig und richtig, dass die Turnerschaft für die Jugend diese Fahrten in die Normandie anbietet. Jeder Jugendliche sollte sich im Klaren sein, dass dieses Ereignis in der Zukunft nicht erneut geschehen darf. Die Reise in die Normandie mit dem Besuch der Soldatenfriedhöfe öffnet jedem Menschen die Augen. Nach dem man dieses Ausmaß gesehen hat, hat man nochmals einen ganz anderen Blick auf die Geschehnisse in der Welt“, berichtet Andreas Paas, der selbst an einer der ersten Fahrten teilgenommen hat und heute Torhüter der Zweiten Herren-Mannschaft ist.