1. NRW
  2. Städte
  3. Tönisvorst

Treffpunkt JFZ in St. Tönis sucht Ehrenamtler für Kinder-Kultur-Programm

Kultur für Kinder in Tönisvorst : Jugendfreizeitzentrum will Kulturangebot für Kinder erweitern

Kaum erschienen, war es ausgebucht: Das Kinder-Kulturprogramm des Jugendfreizeitzentrums Treffpunkt JFZ erfreut sich einer großen Beliebtheit. Jetzt sucht das Team ehrenamtliche Verstärkung, um das Angebot erweitern zu können.

Kultur ist ein wichtiger Bestandteil in der Kinder- und Jugendarbeit. Wie wichtig, zeigt sich aktuell. Kaum erhielten die Schulen für ihre Schüler vor wenigen Wochen das Infoblatt mit dem Kinder-Kultur-Programm von September bis Dezember vom Jugendfreizeitzentrum Treffpunkt JFZ setzte ein Ansturm ein. „Ausgebucht sind wir eigentlich immer, aber in diesem Jahr explodierte unser E-Mail-Fach innerhalb kürzester Zeit. Es waren Anfragen ohne Ende, wobei oftmals direkt für zwei oder drei Angebote auf einmal eine Buchung erfolgte“, berichtet Petra Schippers, die das JFZ zusammen mit Anette Wackers leitet.

Was noch mehr erstaunte, war, dass es im Gegensatz zu den vorigen Programmen keine ausführliche Papiervariante gab, sondern lediglich ein Infoblatt mit Kursangaben ohne eine nähere Inhaltserläuterung die starke Nachfrage auslöste. Für weitere Informationen mussten die Interessierten die Internetseite der Einrichtung aufsuchen.

Die Palette reicht indes von verschiedenen Kreativwerkstätten über Italienisch für Kinder bis hin zum Computerkurs. Nicht minder nachgefragt sind die ständigen regulären Kurse wie Hip-Hop, Gitarre und Töpfern. Innerhalb kürzester Zeit waren die Angebote ausgebucht, und es kam zu Wartelisten von bis zu 18 Personen. Das zeige, dass man mit den Angeboten genau den Nerv der Zeit treffe, sagen die beiden Einrichtungsleiterinnen.

Kinder- und Jugendkulturangebote werden stark nachgefragt. Angebote dieser Art haben sich etabliert und sind ein Begriff geworden. „Eltern wissen inzwischen, wie wichtig kulturelle Bildung für die Entwicklung von jungen Menschen ist. Sie stärkt unter anderem das Selbstbewusstsein und fördert soziale Kompetenzen“, sagt Schippers.

In der Schule kann im Rahmen des Kunstunterrichts nur ein kleines kulturelles Feld abgebildet werden. Dazu kommt: Dort gibt es Noten. Im JFZ erfolgt keine Bewertung der kreativen Arbeit, die Kinder und Jugendliche dort erbringen. Jeder erhält ein positives Feedback. Das Erleben, selber etwas zu schaffen und mit seiner Arbeit zufrieden zu sein, prägt positiv, berichten die Leiterinnen

Zudem werden die Kinder und Jugendlichen über das eigene Arbeiten an Kunst und Kultur herangeführt, ihr Interesse wird geweckt, sich mit vielschichtigen Themen auseinanderzusetzen. Kindern wird kulturelle Bildung im außerschulischen Bereich vermittelt und eine Teilhabe am kulturellen Leben ermöglicht. „Wir freuen uns natürlich riesig über den Zulauf. Auf der anderen Seite sind wir traurig darüber, dass es jetzt so viele Kinder und Jugendliche gibt, die keinen Platz mehr in den Angeboten erhalten haben und auf der Warteliste stehen“, sagt Schippers.

Was die Warteliste betrifft, möchten Wackers und Schippers Abhilfe schaffen: Sie würden gerne die bereits ausgebuchten Kurse multiplizieren. Arbeitsmaterial und ein entsprechendes Platzangebot sind in den großzügigen Räumlichkeiten der Einrichtung vorhanden. Dabei sind die beiden Einrichtungsleiterinnen aber auf die Mithilfe von ehrenamtlichen Helfern angewiesen. Das JFZ sucht Ehrenamtler, die Interesse daran haben, einen zusätzlich ins Leben gerufenen Kurs zu übernehmen. Mitzubringen sind einfach nur Freude an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie kreatives Geschick.

„Wir sind zudem offen für weitere Vorschläge. Wenn jemand zum Beispiel Blockflötenunterricht anbieten möchte oder mit Kindern stricken will, können wir diese Ideen umsetzen und schauen, ob ein Interesse besteht“, sagt Schippers. Ein Kurs läuft in der Regel einmal wöchentlich für 1,5 Stunden über drei bis vier Wochen.

Jeder ab 16 Jahre kann als ehrenamtlicher Helfer agieren. Um das benötigte Führungszeugnis kümmert sich das JFZ und trägt die Kosten dafür. Die Angebote selbst richten sich an junge Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren.