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Tönisvorster Hilfe will eigenen Standort an der Jahnsportanlage eröffnen

Standort Jahnsportanlage : Tönisvorster Hilfe ist ihrem Ziel einen Schritt näher gekommen

Die Tönisvorster Hilfe möchte einen eigenen Standort an der Jahnsportanlage eröffnen. Der Kreis hat grünes Licht gegeben.

Offensichtlich mahlen nicht nur die sprichwörtlichen Gottesmühlen langsam. Auch die Tönisvorster Hilfe braucht viel Geduld, um ihr Ziel zu erreichen. Jetzt sind die Ehrenamtler, die jeden zweiten Mittwoch kostenlos Lebensmittel an Bedürftige ausgeben, aber einen Schritt weiter gekommen. Wie der Vorsitzende Jürgen Beyer mitteilt, hat der Kreis eine Baugenehmigung für die Container erteilt, die der Verein zwischen dem Ascheplatz, den Tennisplätzen und der kleinen Sporthalle an der Jahnsportanlage in St. Tönis aufstellen möchte. Zwar sei die Baugenehmigung erst mal nur befristet, weil die Stadt noch die Nutzung der jetzigen Sportsonderfläche umwandeln müsse, aber Beyer ist optimistisch, dass diese Hürde auch noch genommen wird.

Wie berichtet, hat der Spielverein (SV) St. Tönis der Tönisvorster Hilfe seine Container und den Standort am Vereinsgelände überlassen. Für die Bedürfnisse des Hilfsvereins müssen die Container aber umgerüstet werden, außerdem werden weitere gebraucht. „Die sind jetzt bestellt“, teilt Beyer mit, der mit einer Lieferzeit von vier bis sechs Wochen rechnet. Auf ein Datum, an dem am neuen Standort zum ersten Mal die Lebensmittel ausgegeben werden können, will Beyer sich nicht festlegen, dazu sei der Verein schon zu oft vertröstet worden.

  • Nach der Vertragsunterzeichnung (v.li.): Jürgen Beyer,
    Lebensmittelausgabe : Spielverein schenkt Container an die Hilfe
  • Thomas Lengwenings (vorne rechts) von der
    St. Tönis : Spielverein hilft Tönisvorster Hilfe
  • Heinrich und Marietta Driehsen (von links)
    Tönisvorst : Landwirt unterstützt Tönisvorster Hilfe

Seit 2012 gibt es die Tönisvorster Hilfe, die von Bürgern der Stadt gegründet wurde und sich über Spenden finanziert. Zunächst fand die Lebensmittelausgabe im Haus der Caritas am Kirchplatz statt, dann zogen die Helfer ins Marienheim an der Friedensstraße. Die Lebensmittel aber konnten an beiden Standorten nicht gelagert werden, weshalb es alle zwei Wochen einen „Wanderzirkus“ gibt, wie Beyer das nennt: eine Garage am Kirchplatz, ein Container am Lenenweg, zwei auf einem Firmengelände im Forstwald – überall werden die gelagerten Lebensmittel eingesammelt. „Wir sind froh, wenn das ein Ende hat“, sagt Jürgen Beyer.

Ursprünglich wollte der Verein hinter der Rosentalhalle einen Containerstandort aufbauen, aber es gab Probleme mit Wasser- und Stromanschlüssen. Das Angebot des SV kam deshalb wie gerufen. Jetzt will der Verein „schnell zu Potte kommen“ und hofft, dass der neue Standort in der zweiten Jahreshälfte bezogen werden kann.