1. NRW
  2. Städte
  3. Tönisvorst

Tönisvorst verkleinert seine Ferienbetreuung wegen der Corona-Krise

Betreuung in den Sommerferien : Verkleinerter Ferienspaß in Tönisvorst

Aufgrund der Corona-Schutzverordnung kann der Tönisvorster Ferienspaß in diesem Jahr nicht wie ünblich stattfinden. Es gibt aber ein alternatives Programm, berichtete Fachbereichsleiter Lars Schaath.

Jedes Jahr in den Sommerferien nehmen fast 160 Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren am Tönisvorster Ferienspaß teil. In diesem Jahr aber musste die Verwaltung das Betreuungsangebot wegen der Corona-Pandemie absagen. Nun soll es einen Ersatz geben.

Im Jugend- und Sozialausschuss teilte Fachbereichsleiter Lars Schaath mit, dass es zumindest für die Familien, die auf eine Betreuung der Kinder in den Sommerferien angewiesen sind, eine abgespeckte Version geben soll. „Das Organisationsteam hat angeboten, ein Konzept zur Notbetreuung zu erarbeiten, um den Eltern die dringend auf die Betreuung angewiesen sind, eine Alternative zu bieten“, sagte Schaath.

Im Schulgebäude Kirchenfeld sollen mehrere Gruppen von maximal acht Kindern in einem festen Raum von einem festen Betreuer „bespaßt“ werden. Auch das Außengelände soll genutzt werden, aber nur in den einzelnen Gruppen. Mittagessen gibt es über einen Caterer. Die Turnhalle kann nicht benutzt werden, und Ausflüge finden nicht statt. „Teilnehmen können nur Kinder, die bereits beim Ferienspaß angemeldet sind und deren Eltern nachweislich auf die Betreuung angewiesen sind“, sagte der Fachbereichsleiter. Alle Eltern, die ihre Kinder angemeldet hätten, seien informiert worden. Wie viele Kinder letztlich von der Notbetreuung profitieren, weiß Schaath nicht: „Wir fragen die Bedarfe derzeit ab und müssen sehen, wie viele Betreuungskräfte wir gewinnen können.“

Anja Lambertz-Müller (CDU) setzte sich dafür ein, dass möglichst viele Kinder in die Ferienbetreuung gehen können. „Die Familien sind durch die Corona-Krise besonders gebeutelt“, sagte die Politikerin.