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Tönisvorst: Spielstraßen sollen Zusatzschilder erhalten

Entscheidung in Tönisvorst : Spielstraßen sollen mit Zusatzschildern versehen werden

Die Grünen sind überzeugt, dass längst nicht alle Autofahrer wissen, worauf sie in verkehrsberuhigten Bereichen achten müssen: Hier ist nur Schritttempo erlaubt. Geparkt werden darf nur auf markierten Flächen, und Fußgänger haben Vorrang.

Was dürfen Autofahrer in verkehrsberuhigten Bereichen und was dürfen sie nicht? Die Grünen in Tönisvorst gehen davon aus, dass sie an ihre Pflichten erinnert werden müssen, und zwar mit einem Zusatzschild. Die CDU- und FDP-Fraktionen waren von der Idee zunächst gar nicht begeistert, stimmten dann aber doch zu. Die Ausgaben hierfür haben die Mitglieder im Ausschuss für Sicherheit, Ordnung und Verkehr jetzt auf maximal 500 Euro begrenzt.

„Die Grünen stehen offenbar auch auf einen Schilderwald“, mutmaßte Anke Dubberke (CDU). Anja Kruse (FDP) erklärte in saloppem Grünen-Deutsch: „Schilderwald, nein danke.“ Silke Depta von der SPD sagte: „Wir sind grundsätzlich nicht ganz abgeneigt.“

Es geht um das blaue, rechteckige und recht großformatige Schild mit der Nummer 325: Weiß auf Blau sind darauf zwei Kinder zu sehen, die Ball spielen, dazu ein Haus, mit einer Linie von der Fahrbahn abgegrenzt und ein im Hintergrund herannahendes Auto. Die Grünen sind überzeugt, dass längst nicht alle Autofahrer wissen, worauf sie in diesen Bereichen – häufig als Spielstraße bekannt – achten müssen: Hier ist nur Schritttempo erlaubt, das sind etwa sieben bis acht Kilometer pro Stunde und nicht etwa Tempo 30. Geparkt werden darf nur auf markierten Flächen, und Fußgänger haben Vorrang.

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Die Grünen hatten beispielhaft Fotos von Schildern aus anderen Städten beigefügt, die diese Informationen enthalten. Maik Giesen (CDU) schlug die Anschaffung von vier Schildern vor. Schließlich machte Bürgermeister Uwe Leuchtenberg (SPD) den Vorschlag, keine Zahl der Schilder festzulegen, sondern die Ausgabe zu deckeln, maximal dürften 500 Euro ausgegeben werden.

Es ist vorgesehen, die Schilder nach einer Weile zu entfernen und in anderen verkehrsberuhigten Bereichen aufzustellen. Als Testbereiche hatten die Grünen die Einfahrten Seulenstraße und Kuhstraße in die Vorster Innenstadt und das Wohngebiet Gerkeswiese vorgeschlagen.