Tönisvorst: 81-Jähriger wurde bei Raubmord misshandelt

Tönisvorst : Raubmord: 81-Jähriger wurde misshandelt

Nachdem am vergangenen Mittwoch ein 81-jähriger Mann in Tönisvorst nach einem Einbruch getötet worden ist, hat die Polizei nun mitgeteilt, dass der Mann vor seinem Tod brutal misshandelt worden ist. Die fünf Verdächtigen könnten für 18 weitere Einbrüche verantwortlich sein.

Der Mann hatte die Einbrecher überrascht, als diese gerade seine Wohnung durchsuchten. Nach Angaben der Mönchengladbacher Polizei kam es daraufhin zu Gewalt gegen den Mann, er starb an schweren Halsverletzungen. Darüber hinaus habe die Obduktion ergeben, dass der Rentner von den Tätern vor seinem Tod brutal misshandelt worden sei, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Krefeld, der Kreispolizei Viersen und der Polizei Mönchengladbach.

Die Ermittler vermuten, dass die Täter den Mann auf diese Weise zwingen wollten, Verstecke von Wertgegenständen und Bargeld preiszugeben. "Es hat alle erschüttert zu hören, wie brutal das 81-jährige Opfer angegangen worden ist. Wir benötigen dringend die Unterstützung der Bevölkerung, um diese Täter festnehmen zu können", sagte Kriminalkomissar Ingo Thiel.

Täter flohen in dunklem Auto

Die Polizei hat mittlerweile eine "Mordkommission Grenzstraße" eingerichtet. Deren Arbeit konzentriere sich aktuell auf die verdächtigen Personen, die beim Verlassen des Tatortes beobachtet wurden und offensichtlich mit einem dunklen Auto davonfuhren, hieß es in der Presseerklärung.

Mittlerweile stehe fest, dass diese Gruppe mit bis zu vier Männern und einer Frau bereits in den Tagen vor dem Raubmord auch im weiteren Umfeld in Tönisvorst aufgefallen war, heißt es weiter. Deshalb starten Beamte der Mordkommission am Montag im weiteren räumlichen Umfeld des Tatortes eine Flugblattaktion.

Polizei bittet um Unterstützung aus der Bevölkerung

Insgesamt seien in den letzten Tagen in Tönisvorst 18 Wohnungseinbrüche angezeigt worden, so die Polizei. Ob die Tatverdächtigen im Raubmord-Fall für diese ebenfalls verantwortlich sind, müsse noch ermittelt werden. In den vergangenen Tagen sind bei der Polizei bereits mehrere Zeugenaussagen eingegangen. Die Täter werden übereinstimmend als zwischen 20 und 30 Jahre alt beschrieben. Außerdem sollen sie ein südländisches Aussehen haben. Die Frau habe laut Zeugenaussagen auffallend lange dunkle Haare gehabt.

Im Zusammenhang mit der Gruppe sucht die Polizei außerdem das Fluchtauto, das in der Vergangenheit bereits mehrfach aufgefallen sein soll. Bei dem Wagen könnte es sich um einen Mercedes W 202, älteres Baujahr (1990er Jahre, alte C-Klasse, Nachfolgemodell des Mercedes 190) handeln.

Um die Täter zu ermitteln, brauche die Polizei Unterstützung aus der Bevölkerung. Die Mordkommission fragt: Wer hat am Mittwoch, 1. Oktober 2014 oder zuvor verdächtige Beobachtungen im Bereich der Grenzstraße in Tönisvorst gemacht? Wer kann Angaben zu der besagten Tätergruppe machen? Wo sind sie noch aufgefallen? Wer kann Angaben zu dem verdächtigen Mercedes machen?

Hinweise nimmt die Mordkommission Grenzstraße unter der Telefonnummer 02161-290 oder per Mail an mkgrenzstrasse.moenchengladbach@polizei.nrw.de entgegen.

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(lsa)