Gericht hebt Urteil auf: Tödlicher Überfall auf Rentner aus Tönisvorst wird neu verhandelt

Gericht hebt Urteil auf: Tödlicher Überfall auf Rentner aus Tönisvorst wird neu verhandelt

Der tödliche Überfall auf einen Rentner in Tönisvorst wird neu verhandelt, obwohl bereits ein Urteil gefallen war. Die mutmaßlichen Täter waren vom Landgericht Krefeld wegen Raubs mit Todesfolge verurteilt worden, womöglich war es aber doch ein Mord.

Der Bundesgerichtshof schloss nicht aus, dass es sich bei der Tat doch um einen Mord gehandelt haben könnte. Hintergrund ist, dass die mutmaßlichen Täter dem 81-jährigen Opfer jede Hilfe verweigerten. Das teilte ein Sprecher des Gerichts am Donnerstag mit. Der Rentner war in seinem Haus am Niederrhein überfallen und misshandelt worden. Er starb, während die Täter mit einer Armbanduhr und Zigaretten als Beute türmten.

Mehr als 20 Verhandlungstage hatte der Prozess am Krefelder Landgericht gedauert. Gegen vier der insgesamt fünf Angeklagten wurde eine Jugendstrafe verhängt. In den Fällen ging das Gericht nicht von Mord, sondern von Raub mit Todesfolge in Tateinheit mit Totschlag durch Unterlassen aus. Ein zur Tatzeit 21-Jähriger wurde nach dem Erwachsenenstrafrecht verurteilt. Insgesamt wurden Haftstrafen von sechseinhalb bis zu zehn Jahren verhängt.

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Staatsanwaltschaft und Verteidigung hatten gegen das Urteil Revision eingelegt. Der BGH hatte die Urteilsbegründung daraufhin in mehreren Punkten moniert. Am 10. Mai beginnt nach Angaben des Gerichtssprechers die Neuauflage des Prozesses am Landgericht.

(skr)