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Teilstandort in St.Tönis schließt

Rhein-Maas-Berufskolleg gibt Räume am Tempelsweg auf : Teilstandort in St. Tönis schließt

Rhein-Maas-Berufskolleg Kempen will Räume beim LVR am Tempelsweg aufgeben.

In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause wird der Kreistag am 28. Juni die Auflösung des Teilstandortes des Rhein-Maas-Berufskollegs Kempen an der LVR-Jugendhilfeeinrichtung „Fichtenhain“ am Tempelsweg in St. Tönis beschließen. Mit Ablauf des Schuljahres 2017/2018 am 31. Juli ist die Beschulung an diesem Standort vorbei.

Aktuell werden in St. Tönis nur noch acht Schüler und Schülerinnen beschult. Inzwischen haben sich die schulrechtlichen Vorschriften geändert, die Inklusion im Schulbereich ist fortgeschritten so jedenfalls Kreisdirektor Schabrich in der Vorlage für den Kreistag. Die acht Schüler in St. Tönis können künftig im Rhein-Maas-Berufskolleg Kempen und - soweit sie aus Krefeld kommen - an Krefelder Berufskollegs inklusiv beschult werden.

Als der Landschaftsverband Rheinland (LVR) vor Jahren seinen Berufskolleg Fichtenhain auflöste, wurde die Schule als Teilstandort des Rhein-Maas-Berufskollegs Kempen fortgeführt. Damals hieß es, aufgrund des „besonderen Förderbedarfs der Schülerklientel“ sei eine Beschulung an den vorhandenen Standorten des Rhein-Maas-Berufskollegs nicht angeraten gewesen. Die Auflösung des Schulbetriebs in St. Tönis ist nicht strittig. Sowohl die Schulleitung des Rhein-Maas-Berufskollegs, die obere Schulaufsichtsbehörde der Bezirksregierung Düsseldorf und der Landschaftsverband Rheinland sind sich in dieser Frage einig. Das bestätigt Schulleiterin Elke Terbeck. Der Beschluss des Kreistages am 28. Juni ist eine reine Formsache. Der Kreis ist Träger der Einrichtung, die Auflösung des Teilstandortes bedarf eines Beschlusses des Kreistages.

Das Gebäude am Tempelsweg befindet sich im Eigentum des LVR, der es auch weiter nutzen wird. .So wird die LVR Jugendhilfe Fichtenhain dort in der oberen Etage weiterhin ihre Büros haben. Was mit den ab August leeren Schulräumen passieren wird, ist zurzeit noch nicht klar. Sowohl eine andere Nutzung durch den LVR, als auch eine Vermietung der Räume an andere sei denkbar, sagt Bereichsleiterin Anke Döring vom LVR. Benachbarte Unternehmen im Gewerbegebiet waren bereits vorstellig.

Als Einrichtung in Trägerschaft des Landschaftsverbandes Rheinland versteht sich die Jugendhilfe schwerpunktmäßig als überörtliches Jugendhilfeangebot für Kinder und Jugendliche, für die die üblichen örtlichen Hilfen nicht reichen. Jugendliche und junge Volljährige mit besonderem Förderbedarf haben in sechs Werkstätten auf dem Gelände die Möglichkeit, verschiedene Ausbildungen zu machen.