Tönisvorst: SV St. Tönis übernimmt Halle und Tennenplatz an Jahnsportanlage

Tönisvorst : SV St. Tönis übernimmt Halle und Tennenplatz an Jahnsportanlage

Die Stadt steht kurz vor dem Abschluss eines neuen Konzepts für die Jahnsportanlage. Es gibt Gespräche mit dem Spielverein St. Tönis.

Die kleine Halle an der Jahnsportanlage in St. Tönis war die erste Sportstätte, die 2015 als Flüchtlingsunterkunft genutzt wurde. Rund zwei Jahre blieben die Asylbewerber, bis die Halle zum Jahresanfang wieder für den Sport freigegeben werden konnte. "Wir haben die Halle vorher instand gesetzt", sagt Bürgermeister Thomas Goßen, der zugleich betont, dass die Sportstätte trotz der Zweckentfremdung in relativ gutem Zustand gewesen sei. "Wir haben das gemacht, was wir sowieso hätten machen müssen, also Bodenarbeiten, Fliesenarbeiten und ein paar Kleinigkeiten", zählt das Stadtoberhaupt auf.

Nun will der Spielverein (SV) St. Tönis, dessen vereinseigener Rasenplatz nahe der Halle liegt, das Gebäude aus den 60er-Jahren von der Stadt mieten. Auch den benachbarten Ascheplatz, den die Stadt im vorigen Jahr saniert hat, pachtet der SV. "Wir haben konstruktive Gespräche mit dem Vorstand geführt und wollen jetzt den Vertrag aufsetzen", informiert Goßen. Der Pachtvertrag soll möglichst noch vor der Sommerpause im Fachausschuss verabschiedet werden, damit die Übernahme der Halle und des Platzes durch den Verein sich nicht noch länger hinauszögert.

Eigentlich nämlich wollten Verwaltung und Verein schon vor drei Jahren den Vertrag unterzeichnen, aber dann kam der Flüchtlingsansturm dazwischen, und die Halle wurde zur Notunterkunft für Menschen aus aller Welt. Auch die Renovierungsarbeiten verzögerten sich, sodass der Vertrag erst jetzt aufgesetzt werden kann.

Immer mal wieder hatte der SV auch von einem eigenen Kunstrasenplatz gesprochen. Bürgermeister Goßen sagt, ein Kunstrasenplatz sei "nicht Gegenstand des Gesprächs" gewesen. "Wenn, dann wäre das der Ersatz für den Tennen-Platz, und den haben wir gerade erst aufwendig saniert", sagt Goßen, der bereits in vorhergegangenen Gesprächen gesagt hatte, dass zwei Kunstrasenplätze in der Stadt (einer ist in Vorst, den anderen hat die DJK Teutonia hinter dem Leichtathletikstadion in St. Tönis gebaut) für drei Fußballvereine reichen sollten.

Die Vermietung von kleiner Sporthalle und Ascheplatz an den Spielverein ist der letzte Punkt eines neuen Gesamtkonzepts für die Jahnsportanlage an der Gelderner Straße. So hat die DJK Teutonia schon 2015 das Leichtathletikstadion und die Gymnastikhalle übernommen. Auch der Tennisclub Grün-Weiß hat Flächen gepachtet und will seine Anlage jetzt erweitern. Im Mai soll mit dem Neubau eines Tennisplatzes begonnen werden.

(WS03)
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