Stadtkulturbund Tönisvorst startet mit Sommerkabarett in die neue Spielzeit

Stadtkulturbund : Mit Sommerkabarett in die neue Spielzeit

„Es geht los!“ Der Ruf schallt durch den Saal von Haus Vorst, und dann ist Moses W. auch schon auf der Bühne. „Damit hätten Sie nicht gerechnet, dass es pünktlich um 20 Uhr losgeht“, begrüßt er die zahlreich erschienenen Gäste, die der Einladung zum Sommerkabarett des Stadtkulturbundes in Zusammenarbeit mit dem PODIO-Theater Krefeld gefolgt sind. Laute Lacher sind die Antwort. Und die bleiben nicht die einzigen des Abends.

Was Rüdiger Höfken vom PODIO-Theater für den Stadtkulturbund zusammengestellt hat, kann sich sehen lassen. Viermal Kabarettkünstler vom Feinsten. Ob mit Moses W. beim Stau-Happening auf der Autobahn oder der Problematik des Verstehens von deutschsprachiger Popmusik – mit dem Kabarettisten aus Essen erhält alles neue Dimensionen. Das gilt ebenso für Michael Eller. Mit ihm  geht es auf die Weltmeere. „Ich konnte 50 Mal als Kabarettist auf Kreuzfahrtschiffen mitfahren. Das reicht für ein abendfüllendes Programm“, bemerkt Eller, bevor er in See sticht und tiefe Einblicke in das Leben auf den schwimmenden Hotels gibt. Zudem lässt er die Besucher an den tiefsinnigen Gedanken teilhaben, die ein Kabarettist hat, wenn er nicht gerade auf der Bühne steht. Die Kernfrage: „Kann man davon leben?“

Eine andere Frage hat Sia Korthaus im Gepäck. „Lust auf Laster?“, lautet im Anschluss ihre Anfrage. Die Kabarettistin präsentiert Ausschnitte aus ihrem aktuellen Programm, das diese Frage als Namen trägt. Nahezu jeder Gast findet sich wieder. Korthaus schlüpft in die unterschiedlichsten Rollen und stellt dabei ihr schauspielerisches Talent unter Beweis. Sie ist die Oma, die aus dem Altenheim flüchtet, aber auch die kölsche junge Frau, die Tipps in Sachen Beerdigung eines Meerschweinchens auf Lager hat. Mit Korthaus Heilfasten oder einen Tag auf einer Wellnessfarm erleben: Die Lachmuskeln werden strapaziert. Dass sie singen kann, stellt sie ebenfalls unter Beweis.

Es bleibt musikalisch, wenngleich das Klavier in den Mittelpunkt rückt. An den Tasten: Armin Fischer. „Ich spiele Franz Liszt“, verkündet er. Warum sich seine Stücke aber völlig anders anhören als die auf einer CD von Liszt ist schnell erklärt. „Ich lasse alles Schwere weg“, erklärt Fischer und hat damit die Lacher auf seiner Seite. Klassik zum Lachen ist sein Programm. Dazu gehört auch „Wünsch dir was“. Fischer fordert das Publikum auf, Lieblingsmusikstücke zu nennen. Er spielt allerdings einen bunten Mix, der alle Wunschtitel in sich vereint.

Im Sonderprogramm geht es mit Kabarett am 28. Dezember im Haus Vorst weiter. Die Besucher dürfen sich wieder  auf vier Kabarettisten freuen.

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