Stadtkulturbund Tönisvorst feiert sein Jubiläum

Frühschoppen im Corneliusforum : Stadtkulturbund feiert sein Jubiläum

Mit einem unterhaltsamen Frühschoppen haben der Stadtkulturbund Tönisvorst und die Mitgliedsvereine das 25-jährige Bestehen des Bundes gefeiert. Etwa 200 Gäste kamen dazu am Sonntag ins Corneliusforum.

Ein Einmachglas gefüllt mit Sprüchen auf Vörschter Platt bringen Heinz-Josef Köhler und Hildegard Heidenfels vom Heimatverein Vorst dem Stadtkulturbund Tönisvorst zum 25. Geburtstag mit. Schließlich sei Mundart auch Kultur, „und wenn die Mitglieder vom Stadtkulturbund sich mal kultiviert unterhalten wollen, dann können sie die Sprüche aus dem Glas holen“, regt Heinz-Josef Köhler an.

Gut 200 Gäste haben sich am Sonntagvormittag im Forum Corneliusfeld versammelt, in das der Stadtkulturbund zum Frühschoppen anlässlich seines Jubiläums eingeladen hatte. Das kurzweilige Programm gestalten die Mitgliedsvereine aus St. Tönis und Vorst. Es gibt Musik und Tanz, Gesang und Mundart. Eine besondere Ehre wird Peter Siegel zuteil. 25 Jahre lang hat der heute 74-Jährige den Stadtkulturbund Tönisvorst als erster Vorsitzender geführt.

„Ohne Peter Siegel würde es den Stadtkulturbund in seiner heutigen Form sicher nicht geben“, sagt Dominique Huth vom Vorstand. Mit Akribie und Leidenschaft habe der St. Töniser den Verein geführt, bis er sich im September 2018 aus Altersgründen nicht mehr zur Wiederwahl stellte. „Der Verein ist zum Aushängeschild der Stadt geworden und wird immer mit dem Namen Peter Siegel verknüpft bleiben“, sagt Huth. Auch der neue Vorsitzende Thomas Nellen bedankt sich bei seinem Vorgänger für die gute Arbeit.

Grußworte gibt es auch von der Stadt. Bürgermeister Thomas Goßen sagt, die Ehrenamtler des Vereins hätten die Stadt, die Kultur und den Bund der Vereine mit ihrer Arbeit belebt und gezeigt, dass ein hochkarätiges Kulturprogramm auch in einer kleinen Kommune möglich sei. Tatsächlich hat der Stadtkulturbund in den 25 Jahren seines Bestehens mit einer guten Mischung aus Schauspiel, Komödien, Kabarett und Konzerten mehr als 7000 Zuschauer pro Jahr ins Corneliusforum gelockt. Durchschnittlich 17 Veranstaltungen bietet der Verein jedes Jahr an.

Neben seinem eigenen Programm in St. Tönis hat er ganz aktuell eine neue und sehr erfolgreiche Kabarettreihe im „Haus Vorst“ ins Leben gerufen, unterstützt in Kooperation mit dem Michael-Ende-Gymnasium und den städtischen Jugendheimen Kinder- und Jugendkulturveranstaltungen. Auch die Reihe „Götterspeise“ in der evangelischen Kirche St. Tönis fördert der Stadtkulturbund Tönisvorst. Finanziert wird das vielfältige Engagement auch mit Hilfe der Sparkassen Stiftung, der Volksbank und von NEW.

Das Programm zum Jubiläum gestalten neben dem Heimatverein Vorst auch das Akkordeon-Orchester, das Mandolinen Orchester, die Prinzengarde, die Forstwald Music-Sisters, die beiden Chöre der evangelischen Kirchengemeinde St. Tönis und die Männer der Gesangvereine Cäcilia Vorst und Forstwald, die zur Feier des Tages gemeinsam auf der Bühne stehen. Peter Steppen vom Heimatbund St. Tönis hält eine launige Rede über den Alltag eines Rentners – in St. Töniser Mundart –, und die kleine und mittlere Garde der Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß Vorst zeigt flotte Showtänze, für die es viel Beifall gibt.

Auf den Fluren vor dem Forum stellen einige Vereine ihre Arbeit vor. So hat das Tönisvorster Karnevalskomitee (TKK) die edle Samtrobe eines Prinzenpaars ausgestellt, zeigt Prinzenketten und wirbt neue Mitglieder. Auch das Akkordeon-Orchester St. Tönis ist vertreten und lädt für den 31. März, 17.30 Uhr, zu „Akkordeon goes Evergreen“ ins Vereinsheim, Corneliusstraße 25b, ein.

Außerdem ist die Vorster Laienspielgruppe „Salz und Pfeffer“ dabei, die eine große Wand voller Fotos aus den Stücken der vergangenen 20 Jahre aufgebaut hat und für die diesjährigen Aufführungen wirbt: So zeigt „Salz und Pfeffer for Kids“ am Samstag, 6. April, und Sonntag, 7. April, das Stück „Die dumme Augustine“ für Kinder ab vier Jahren. Für Erwachsene gibt es im Oktober und November wieder einen Schwank. Diesmal trägt er den Titel „Ehrensache“.

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