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Stadt Tönisvorst unterstützt Werbegemeinschaft St. Tönis erleben

Kein verkaufsoffener Sonntag in St. Tönis : Stadt übernimmt Plakat-Kosten nach Weihnachtsmarkt-Ausfall

Die Werbegemeinschaft St. Tönis erleben hatte bereits investiert, doch der Weihnachtsmarkt fällt nun aus. Jetzt gibt es Unterstützung von der Stadt.

Der Tagesordnungspunkt „Erlass einer ordnungsbehördlichen Verordnung über das Offenhalten von Verkaufsstellen am 5. Dezember 2021 im Stadtgebiet Tönisvorst“ ist von der Tagesordnung des Rates abgesetzt worden: Es wird keinen Weihnachtsmarkt und auch keinen verkaufsoffenen Sonntag geben. Die Karten mit der Aufschrift „Weihnacht in der Apfelstadt“ sind Makulatur.

Die Werbegemeinschaft St. Tönis erleben hatte bereits investiert: Die Plakate sind gedruckt, die Weihnachtsbäume stehen bereit, um vorweihnachtliches Flair in die Innenstadt zu bringen. Diese Kosten, es geht um 3000 Euro, wird die Stadt übernehmen. Weitere 2500 Euro kommen hinzu, weil an vielen Häusern die Anker, an denen die Weihnachtsbeleuchtung festgemacht wird, sicherheitshalber erneuert werden müssen, weil der Rost an ihnen nagt. Einige besonders stark verrostete Exemplare wurden bereits ausgetauscht, andere noch nicht – dort wurde auf das Anbringen der Lichterkette verzichtet.

Dass der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr erneut nicht stattfinden kann, wurde in der jüngsten Ratssitzung am Donnerstagabend angesichts der hohen Inzidenzwerte als die richtige Entscheidung gewertet. „Wir haben sehr viele Gespräche geführt, sahen dann aber keine Möglichkeit, ihn unter den gegebenen Rahmenbedingungen durchzuführen“, erklärte Bürgermeister Uwe Leuchtenberg (SPD). Auch die Stadt Kempen und andere Kommunen hätten den Weihnachtsmarkt bereits abgesagt. Der Bürgermeister verströmte Zuversicht, indem er folgende Perspektive eröffnete: „Vielleicht können wir ja im Frühjahr das Fest ,50 Jahre Stadt Tönisvorst’ nachfeiern und einen verkaufsoffenen Sonntag anbieten.“ Die vorhandenen Christbäume sollen jetzt von Schulen und Kindergärten geschmückt werden. Wirtschaftsförderer Markus Hergett informierte darüber, dass St. Tönis erleben bereits Kontakt zu Schulen und Kitas aufgenommen habe. Ziel sind Weihnachtsbäume, die alle unterschiedlich gestaltet sind.

(barni)