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St. Töniser Sternsinger sind unterwegs

Sternsinger unterwegs : St. Töniser Sternsinger sammeln für den guten Zweck

Es haben sich neue Betreuer für die Kinder und Jugendlichen gefunden, das war lange Zeit fraglich. Bis zum 12. Januar sind die Sternsinger unterwegs.

Rund 110 St. Töniser Kinder werden in diesem Jahr wieder die über 1000 Haushalte besuchen, sie segnen und dort Spenden sammeln. Dass dies auch in diesem Jahr möglich ist, war lange Zeit fraglich. Nachdem Hannelore Volmer und Gabi Bertenburg ihr Ehrenamt nach zwölf Jahren niedergelegt hatten, kam es in der Vergangenheit zu mehreren Aufrufen, um jemanden für die Organisation der Sternsinger-Aktion zu finden – und es hat sich gelohnt. Es haben sich zwei Freiwillige gefunden, die die Tradition der Pfarrgemeinde St. Cornelius übernehmen wollten. Im vergangenen Jahr bezeichneten sich Angnieszka Wagner und Ulrich Meder noch als „Praktikanten“, die ihren Vorgängerinnen bei der Arbeit unter die Arme griffen.

In diesem Jahr stellten sie alles alleine auf die Beine. „Ich dachte mir bei all den Aufrufen, dass es doch nicht sein kann, dass sich keiner meldet“, sagt Wagner, und so stellte sie sich gerne bereit. Beide sind sich einig, dass diese Tradition weitergeführt werden müsse. Die Vorbereitungen begannen schon im September mit Dokumenten und Anschreiben und enden erst mit dem Rückführungsgottesdienst am 12. Januar. Viele Sternsinger zusammenzutrommeln sei dieses Mal jedoch keine Herausforderung gewesen. „Es war sehr entspannt, da es die Idee der Gemeinde ist, die Kommunionskinder zu motivieren, auch Sternsinger zu werden“, sagt Wagner. So war es durch die Zusammenarbeit mit den Katechetinnen auch kein Problem, alle Bezirke zu belegen. Die Kinder sind meist im dritten Schuljahr, eine strikte Altersgrenze gebe es aber nicht, erklärt die junge Mutter. Mitmachen können alle, die Lust darauf hätten. „Sie müssen ganz einfach Freude daran haben, für andere etwas Gutes zu tun“, sagt Wagner.

Unter den jüngsten Teilnehmern der über 100 Sternsinger ist die fünfjährige Nelly mit viel Begeisterung an ihre Aufgabe als Sternsinger herangegangen. Auch nehmen viele Jungen und Mädchen ihre kleinen Geschwister mit, und gemeinsam ziehen sie in Gruppen von mindestens vier Kindern von Haus zu Haus und bitten um eine Spende für den guten Zweck. Beim Entsendungsgottesdienst am Donnerstag erschienen viele der Sternsinger mit und ohne Gewand in der Pfarrkirche. Im Anschluss wurden sie im Kaminzimmer vom Vizebürgermeister erwartet. Das war ihre erste Station in diesem Jahr. Bis zum 12. Januar wird jede Gruppe von Sternsingern etwa 30 bis 50 Haushalte besuchen. Insgesamt stehen den Kindern 37 Gruppenleiter zur Verfügung. Mit dem gesammelten Geld werden jährlich rund 2000 Hilfsprojekte für notleidende Kinder in aller Welt unterstützt.