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Serviceclub Round Table Tönisvorst/Kreis Viersen nähte Schutzmasken

Round Table Tönisvorst : Männer nähen Masken für Flüchtlinge

„Was können wir tun, wenn niemand mehr etwas tun darf?“ So lautete die Frage, die während des ersten Höhepunktes der Corona-Pandemie im Frühjahr den Mitgliedern des gemeinnützigen Serviceclubs Round Table Tönisvorst/Kreis Viersen durch den Kopf ging.

Vize-Präsident Daniel Ponten erläutert: „Wir legen Wert darauf, dass wir möglichst selbst einen Beitrag zu unseren Projekten leisten können, anstatt nur den Geldbeutel aufzumachen.“ So entstand die Idee für ein klassisches Round-Table-Projekt, die zurückgeht auf Christoph Hentzschel, Neumitglied am Tisch und Diplom-Ingenieur für Textiltechnik.

Wochenlang wartete man, bis das passende Material zusammen war, bevor sich noch vier weitere Männer mit den Eigenheiten einer Nähmaschine vertraut gemacht hatten. Präsident Jan Meinel, sonst im handfesten Sanitär- und Heizungsbaubereich unterwegs, gibt zu, „dass viele von uns Männern wohl etwas länger an der Nähmaschine üben mussten, aber immer guter Dinge waren, einen wichtigen Dienst für die Allgemeinheit zu leisten.“ Somit konnten die ersten 170 selbstgenähten Mund-Nase-Schutztücher zuletzt für die Bewohner der Tönisvorster Flüchtlingsunterkünfte bereitgestellt werden. Diese wurden von Aleksander Weber, Dirk Engler vom Vorstand des Round-Table-Fördervereins sowie Christoph Hentzschel und Daniel Ponten in der Tönisvorster Stadtverwaltung stellvertretend an die Abteilungsleiterin für Soziales und Wohnen, Fenna Botta, und Bürgermeister Thomas Goßen übergeben.

Aleksander Weber: „Es handelt sich hier um kein Medizin- oder Arbeitsschutzprodukt. Round Table möchte zunächst damit Familien und Kindern helfen, die aus finanziellen oder sozialen Gründen oder vielleicht aufgrund von Sprachbarrieren keinen Zugang zu den gängigen Masken haben, wir werden auch noch weitere für andere Zwecke in Tönisvorst nähen.“

(RP)