Seit fünf Jahren gibt es die Suppenküche der katholischen Gemeinde im Marienheim St. Tönis

St. Tönis : Jeden zweiten Mittwoch kommt eine andere Suppe auf den Tisch

Seit fünf Jahren gibt es die Suppenküche der katholischen Gemeinde im Marienheim. Jeden zweiten Mittwoch werden 60 bis 70 Gäste von Ehrenamtlern bekocht.

Zur Feier des Tages packen die St. Töniser Hobbymusiker Harry Klupsch und Hajo Thelen die Gitarren aus und spielen für die Besucher und Ehrenamtler der Suppenküche. Seit fünf Jahren gibt es die Einrichtung der katholischen Kirchengemeinde St. Cornelius im Marienheim an der Rue de Sées.

Maria Leyendeckers, damals Leiterin des Familienzentrums Marienheim, hatte die Idee, alle zwei Wochen ein kostenloses Mittagessen für jeden, der daran Interesse hat, anzubieten. „Uns war es wichtig, Menschen, die sonst vielleicht alleine essen, hier in einer geselligen Runde zusammenzubringen“, erzählt Johannes Thelen. Der 73-Jährige ist von Anfang an dabei und mit Franz Föhles einer von zwei Köchen, die regelmäßig jeden zweiten Mittwoch ab 11.30 Uhr für 60 bis 70 Besucher Suppe kochen, Kuchen backen oder Pudding anrühren. „Nach der Suppe gibt es für jeden noch einen Nachtisch, den wir am Tag vorher zubereiten, und eine Tasse Kaffee“, erzählt der Ehrenamtler.

Insgesamt besteht das Suppenküchenteam aus sechs Senioren. So helfen noch Willi Sporalski, Lotti Vierhaus, Gertrud Lenzen und Margit Klein, die mit 83 Jahren die Älteste im Team ist. Die Ehrenamtler kaufen ein, decken liebevoll die Tische im kleinen Saal des ehemaligen Kindergartens, schenken Kaffee aus und räumen Geschirr ab. „Bis vor Kurzem mussten wir hinterher auch noch spülen“, erzählt Johannes Thelen. Zum Jubiläum aber hat sich ein Sponsor gefunden, der dem Suppenküchenteam eine Industriespülmaschine geschenkt hat, die beim Jubiläumsessen – es gibt Erbsensuppe und Apfelkuchen – sofort zum Einsatz kommt.

Im Laufe der Jahre haben die beiden Köche ein prall gefülltes Kochbuch mit Suppenrezepten zusammengetragen. „Nur Erbsensuppe und Schnibbelsbohnensuppe machen wir zwei- bis dreimal im Jahr, weil die so gefragt sind“, erzählen die Küchenchefs, ansonsten gebe es immer eine andere Suppe. Und obwohl die Besucher vorher nicht wissen, was auf den Tisch kommt, kommen sie gerne immer wieder. „Viele haben schon ihren Stammplatz“, weiß der Küchenchef.

Mittlerweile trägt die Suppenküche sich finanziell selber. Die Kirchengemeinde musste nur eine Anschubfinanzierung gegeben und stellt Küche, Geschirr und Räume zur Verfügung. „Grundsätzlich ist das Mittagessen kostenlos“, erklärt Johannes Thelen, „aber wir stellen immer ein Sparschwein auf.“ Meistens sei das Schweinchen am Ende des Tages so gut gefüllt, dass die anfallenden Ausgaben gedeckt werden können. NächsterTermin ist der 27. März.

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