RP-Debatten-Wettbewerb #mitreden Schüler aus St. Tönis debattieren über Obdachlosigkeit

St. Tönis · Gehen Krefeld und Tönisvorst richtig mit Obdachlosen um – oder sollten sie aus den Innenstädten verdrängt werden? Zwei Schüler-Teams des Michael-Ende-Gymnasiums traten beim Debatten-Wettbewerb der Rheinischen Post in St. Tönis gegeneinander an.

 Überzeugten die Mitschüler mit ihren Argumenten: Raphael Spranzel (links) und Bastian Leuchten.

Überzeugten die Mitschüler mit ihren Argumenten: Raphael Spranzel (links) und Bastian Leuchten.

Foto: Norbert Prümen

Wie vielschichtig und kontrovers das Thema Obdachlosigkeit ist, zeigte sich spätestens bei der Abstimmung unter den 130 Schülerinnen und Schülern im Forum Corneliusfeld. Die Mehrheit war der Meinung, dass man Obdachlose, um sie von der Straße zu holen, durchaus zu ihrem Glück zwingen dürfe. Knapp 100 befanden dennoch, dass das Team um die Zwölftklässler Raphael Spranzel und Bastian Leuchten besser argumentiert hatte als seine Kontrahenten Fabian Esser und Paul Gebser. Es hatte dafür plädiert, obdachlose Menschen als Teil des öffentlichen Lebens zu akzeptieren und ihnen Hilfe anzubieten, statt sie in Unterkünfte zu stecken.