Rock am Rathaus am 21. Juli in St. Tönis

Von Round Table organisiert: Wenn Nena auf Rammstein trifft

„Rock am Rathaus“ feiert Jubiläum. Zum zehnten Mal gibt es am 21. Juli die Rockparty mit Live-Musik, die der Serviceclub „Round Table“ veranstaltet. Auf der Bühne stehen diesmal „Lewinsky“. Der Eintritt ist frei.

Musikalisch geht es in diesem Jahr zurück zu den Wurzeln, und auch sonst hat „Rock am Rathaus“ nichts von der Frische des Anfangs verloren. „Wir setzen auf das bewährte Konzept“, sagt Frederic Lambertz, Präsident von Round Table Tönisvorst. Der Serviceclub hat das Live-Konzert auf dem St. Töniser Rathausplatz vor zehn Jahren erstmals auf die Beine gestellt und ist bis heute Veranstalter des rockigen Abends, zu dem jedes Jahr zwischen 600 und 800 Gäste kommen.

Aus einem Getränkepavillon wurden im Laufe der Jahre drei, und zu Bier, Cola und Wasser haben sich Cocktails und Longdrinks auf die Getränkekarte gesellt. Auch die Zahl der Unterstützer hat sich vervielfacht: Mittglieder der Freiwilligen Feuerwehr helfen hinter der Theke, der Lady-Circle aus Frankfurt betreut die Cocktailbar, Metzgermeister Markus Helbig sorgt für die Verpflegung und etliche Sponsoren aus der Geschäftswelt fördern die Veranstaltung.

Neu dabei ist Klaus Jäger, Geschäftsführer des „Biker Store 24“ am Maysweg, der den Tablern zum runden Geburtstag gelbe T-Shirts spendiert hat und der seinen Bus, einen ehemaligen US-Schulbus, in diesem Jahr für den Verkauf der Wertmarken zur Verfügung stellt. Auf der Bühne stehen – wie beim ersten „Rock am Rathaus“ – die Musiker von „Lewinsky“, die ein ganz neues Genre kreiert haben: Sie spielen „Happy Metall“.

Wie man sich das vorstellen muss? „Wir nehmen einen Nena-Song und spielen den so, wie Rammstein das machen würde“, erklärt Sänger Steph Rittau. Das Konzept geht auf, die fünf Musiker von „Lewinsky“ spielen seit 18 Jahren erfolgreich zusammen und sind international unterwegs. Dabei sieht sich Steph Rittau weniger als Sänger und mehr als Unterhalter. „Ich sorge immer dafür, dass alle mitsingen“, sagt Rittau. Eine lange Anreise hat die Band übrigens nicht: Die Musiker kommen aus Krefeld-Hüls.

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„Rock am Rathaus“ ist für den Serviceclub Round Table auch eine gute Gelegenheit, sich vorzustellen. „Den Tisch gibt es seit 2006“, erzählt Präsident Frederic Lambertz. Zurzeit hat der Club 13 Mitglieder, die aber von den „Old Tablers“, den über 40-Jährigen ehemaligen Round Tablers, unterstützt werden. Round Table Tönisvorst bietet die Aktion „Raus aus dem toten Winkel“ in Grundschulklassen an, ist bei der „Lichternacht“ mit einem Getränkestand und Stockbrotbraten für Kinder dabei und engagiert sich beim „Tag des Kindes“ der Handwerkerschaft.

„Wir verschenken auch Warnwesten an Kitas, wenn Bedarf da ist“, nennt der Präsident ein Beispiel für das weitere soziale Engagement. Auf Anfrage streichen die Tabler auch mal einen Klassenraum oder bedienen den Grill beim Sommerfest einer öffentlichen Einrichtung. Eins der größten Projekte läuft deutschlandweit. „Jedes Jahr haben wir die Weihnachtspäckchenaktion“, sagt Lambertz. Kinder werden aufgefordert, für Kinder ein Geschenk in einen Schuhkarton zu packen.

Die Kartons werden in osteuropäischen Kinderheimen verteilt. Rund 130.000 Päckchen sind im vorigen Jahr zusammen gekommen. „Für manche Kinder ist das Päckchen das einzige Weihnachtsgeschenk, das sie bekommen“, weiß Lambertz. Auch weil der Serviceclub Round Table Tönisvorst sich so vielfältig sozial engagiert und „Rock am Rathaus“ bisher immer friedlich verlaufen ist, hat Bürgermeister Thomas Goßen nach eigener Aussage gerne die Schirmherrschaft über die rockige Veranstaltung am 21. Juli übernommen.