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Rettungswache Tönisvorst: einstimmig für Interimslösung

Tönisvorst : Rettungswache: Kreispolitiker einstimmig für Interimslösung

Ohne Gegenstimme haben der Ausschuss für Verbraucherschutz, Ordnung und Rettungswesen des Kreistages und der Kreisausschuss am Donnerstag den Vorschlag der Kreisverwaltung angenommen, in Tönisvorst einen Übergangsstandort für eine neue Rettungswache einzurichten.

Die endgültige Entscheidung trifft in der kommenden Woche der Kreistag, das Votum gilt als Formsache.

Die Kreisverwaltung wird von der Politik beauftragt, im Vorgriff auf den noch zu beschließenden Bedarfsplan für den Rettungsdienst eine Übergangslösung für Tönisvorst zu realisieren. Wie mehrfach berichtet, hat ein vom Kreis beauftragter Gutachter empfohlen, im Stadtgebiet eine neue Rettungswache einzurichten, weil von der Kempener Rettungswache aus die vorgeschriebene Hilfsfrist für Einsätze des Rettungsdienstes in St. Tönis nicht immer eingehalten werden kann. Der Gutachter hat vorgeschlagen, im Stadtteil Vorst eine Rettungswache einzurichten, die auch den Willicher Stadtteil Anrath und den Grefrather Ortsteil Oedt mitversorgt. Dafür müsste die Wache in Anrath aufgegeben werden. Der dort stationierte Rettungswagen käme nach Vorst, ebenso würde ein Wagen von der Wache in Kempen dorthin abgezogen.

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Um diesen Vorschlag gab es vor allem aus Willich erhebliche Kritik. Gleichwohl will der Kreis als Träger des Rettungsdienstes das Problem mit den Hilfsfristen in den Griff bekommen, schlug daher auch die Interimslösung vor. Die soll möglichst bald umgesetzt werden. Zur Beschaffung von Fahrzeugen und notwendiger Ausstattung der Interimswache werden im Kreishaushalt für das laufende Jahr zusätzlich 900.000 Euro bereit gestellt. Weitere Kosten für Miete und Personal fallen erst 2019 an.

Die Standortfrage muss der Kreis mit der Stadt Tönisvorst noch klären. Nach Informationen unserer Zeitung ist eine Lösung am Krankenhaus oder am Feuerwehrgerätehaus in St. Tönis denkbar. Für die kommende Woche ist ein weiteres Gespräch in der Sache terminiert. Als möglicher endgültiger Standort einer Rettungswache käme dem Vernehmen nach eine Fläche in Kehn in der Nähe der Düsseldorfer Straße in Betracht. Von dort wäre auch Anrath gut erreichbar.