Raumproblematik der Tönisvorster Grund- und weiterführenden Schulen

Schulausschuss : An- und Ausbauten der Schulen stehen an

Die Raumproblematik der Tönisvorster Grund- und weiterführenden Schulen stand im Mittelpunkt des jüngsten Schulausschusses. 5,5 Millionen Euro werden ins Schulzentrum in St. Tönis investiert.

Erfreuliches gibt es für die Grundschule Corneliusstraße in St. Tönis zu verkünden: Im Haushaltsentwurf für das nächste Jahr sind 422.000 Euro für den ersten Schritt zum Erweiterungsbau eingeplant. Im Schulausschuss bestätigte Fachbereichsleiter Lars Schaath, dass mit dem Erweiterungsbau 2020 begonnen werden soll. Mit einer Fertigstellung werde 2022 gerechnet. Insgesamt wird der Bau 2,7 Millionen Euro kosten.

Im Blick behalten will die Verwaltung die Entwicklung an der Grundschule Vorst. Durch das Neubaugebiet Vorst-Nord rechnet die Stadt mit mehr Schülern und prognostiziert einen Zuwachs von jetzt 213 auf 247 Kinder im Schuljahr 2023/24. „Da brauchen wir mindestens zwei Klassenräume mehr, sind die Kapazitäten vorhanden?“, fragte Thomas Kroschwald von der CDU-Fraktion. Lars Schaath bejahte das und stellte einen Verwaltungsanbau in Aussicht, wenn es in der Schule zu eng werde.

Auch am Schulzentrum in St. Tönis soll gebaut werden. Für ein neues naturwissenschaftliches Fachraumzentrum, das im Eingangsbereich auf dem Schulhof seinen Platz bekommt, sind 722.000 Euro im Haushalt 2020 eingeplant. Auch hier wird mit dem Baubeginn im nächsten Jahr gerechnet, und auch dieser Bau soll 2022 fertig sein. Insgesamt sind für Bau und Ausstattung 5,5 Millionen Euro veranschlagt. Aus den bisherigen Fachräumen werden dann Klassenräume. So seien auf lange Sicht genug Plätze für alle Tönisvorster Kinder, die das Michael-Ende-Gymnasium oder die Rupert-Neudeck-Gesamtschule besuchen möchten, vorhanden, lautet die Botschaft aus dem Ausschuss.

Tatsächlich aber wird es eng im Schulzentrum: Das Gymnasium ist zu G9 zurückgekehrt, was einen ganzen Jahrgang, sprich vier Klassen mehr bedeutet, und die Gesamtschule baut ihre erste Oberstufe aus. Harald Schramm, zuständig für den Schulentwicklungsplan, rechnet für 2026/27 mit 1908 Schülern im Schulzentrum und der Dependance Kirchenfeld. Das sind 126 Schüler und damit fünf Klassen mehr, als aktuell in den beiden Gebäuden unterrichtet werden. Und bereits jetzt herrscht Raumnot.

Aufgefangen werden soll das Defizit, indem aus den bisher zehn Fachräumen im Schulzentrum nach dem Bau des neuen Fachraumzentrums Klassenräume werden. Weil aber die sechs Klassenräume in den Containern, denen die Schulaufsicht die Eignung als Unterrichtsräume abgesprochen hat, wegfallen, gewinnt das Schulzentrum de facto nur vier neue Klassenräume. Die Verwaltung wäre also gut beraten, wenn sie das neue Fachraumzentrum größer konzipiert und Platz für zwei weitere Klassenräume einplant.

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