Prinzengarde St. Tönis: Die Treuen Husaren feiern ausgelassen ihr närrisches Jubiläum

Prinzengarde St. Tönis : Die Treuen Husaren feiern ausgelassen ihr närrisches Jubiläum

22 Jahre Treue Husaren der Prinzengarde St. Tönis: Dieses närrische Jubiläum wurde angemessen gefeiert. Das Forum Corneliusfeld war mit blauen und weißen Luftballons geschmückt, und die Stimmung hätte besser kaum sein können.

(barni) Mit ihren 22 Jahren sind die Treuen Husaren der jüngste Karnevalsverein in der Apfelstadt. Mit zehn Frauen hat alles begonnen, aktuell haben die Treuen Husaren 28 Mitglieder. Durch das bunte Programm führten Andrea Schönen und Nici Klupsch. Andrea Schönen, seit Bestehen der Treuen Husaren deren Kommandeur, wurde von der Ehrenvorsitzenden Elke Köster zum ersten weiblichen Generalfeldmarschall im Kreis Viersen ernannt. „Ich hab’ euch alle lieb und bin stolz auf diese Auszeichnung“, erklärte Andrea Schönen. Sie verschwieg aber auch nicht, dass die Frauen vor 22 Jahren von vielen belächelt wurden.

„Jetzt geht’s los, wir sind nicht mehr aufzuhalten“: Auf der Bühne drängelten sich die Narren, und immer wieder wurden dort auch Gardetänze aufgeführt. Voller Schwung präsentierte sich die mittlere Garde des Jugendkarnevalsvereins. „Da steckt „ne Menge Potenzial drin“, musste Andrea Schönen anerkennend feststellen. Das Kinderprinzenpaar begrüßte das Publikum in Reimform: Kinderprinz Brian I. und Kinderprinzessin Daria I. merkte man eine gewisse Routine an – und dass ihnen ihr Amt Spaß macht, natürlich auch. Besonders stolz ist man bei den Treuen Husaren der Prinzengarde St. Tönis darauf, dass im Jubiläumsjahr aus ihren Reihen das erste weibliche Dreigestirn stammt, bestehend aus dem Prinzen Silke Depta, dem Bauern Erika Fechler sowie der Jungfrau Kathrin Aretz.

Natürlich wurden auch Orden verliehen: Bürgermeister Thomas Goßen bekam einen, ebenso wie der Bundestagsabgeordnete Udo Schiefner und die beiden Landtagsabgeordneten Ina Spanier-Oppermann und Britta Oellers. Tanz und Musik prägten zwar das Programm, aber es trat auch ein Büttenredner auf: Oli Materlik begeisterte als „Oli, der Köbes“ sein Publikum – die Zugabe-Rufe hatte er sich redlich verdient. Schnell machte er das Forum zum Brauhaus – eine Stätte, in der man offenbar viel erlebt. „Wer hat hier schon mehr als sieben Bier getrunken?“, wollte der freundliche Köbes wissen. Frauen sind für ihn Gehaltszerstäuberinnen, er lästerte über Trump und über Veganer und wer wie er am Bahnsteig aus Versehen eine Kinderkarte gekauft hatte, für den hatte er für den Fall einer Fahrscheinkontrolle folgende Ausrede parat: „Da können Sie mal sehen, wieviel Verspätung der Zug hat.“ 

Bevor die „Mennekrather“ tolle Tanzakrobatik boten und nachdem „Die Halunke“ mit ihrem Stimmungshits-Medley die Besucher bei Laune gehalten hatten, kamen die „Kollegen“ aus Köln, die Karnevalsgesellschaft Treuer Husar Blau-Gelb. Sie wurden bereits im Jahr 1925 gegründet und hatten die Jubiläumshusaren in ihren Anfängen beraten. Daraus ist eine Freundschaft entstanden, die bis heute besteht.