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Posse um Warnwesten für Kinder in Tönisvorst geht weiter

Tönisvorst : Posse um Warnwesten für Kinder geht weiter

(wic) In ihrer Initiative, Tönisvorster Kinder mit Warnwesten auszustatten, „übergangen, ignoriert und gering geschätzt“ fühlen sich die Mitglieder von Round Table, wie Pressesprecher Daniel Ponten nach der Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses sagt.

Und auch die Handwerker des Vereins HiT, die wie Round Table Warnwesten für Tönisvorster Kinder sponsern, blicken ratlos auf die Diskussion, die durch einen CDU-Antrag ausgelöst wurde.

„Wir wollen kein ehrenamtliches Engagement schmälern“, verteidigte Christian Rütten den CDU-Antrag, am Landesprogramm „Kinder und Verkehr“ teilzunehmen, das die Kitas mit Warnwesten ausstattet. Ziel sei es gewesen, herauszufinden, welche Kitas keine Warnwesten haben, und diesen Westen über das Landesprogramm zu finanzieren.

Während Michael Schütte von der GUT den Vereinen HiT und Round Table zutraut, sich auch weiterhin um die Ausstattung der Tönisvorster Kinder zu kümmern, und die Fördermittel des Landes für andere Kommunen lassen möchte, bleibt die CDU dabei, das Landesprogramm bemühen zu wollen, damit eine langfristige Versorgung mit Warnwesten sichergestellt sei. Die SPD gießt Öl ins Feuer und weist darauf hin, auch der ADAC habe ein Förderprogramm.

Nötig wäre das nicht, denn HiT hat der Verwaltung bereits im Dezember mitgeteilt, dass die Handwerkerschaft im Rahmen einer privaten Initiative die Bedarfe der Schulen abgefragt und über ein Sponsoring gedeckt habe, verbunden mit der Zusicherung, das auch für die Folgejahre zu übernehmen. Round Table hat sich hingegen bisher um die Kitas gekümmert.

Im Beschluss heißt es schließlich: „Der Ausschuss begrüßt ausdrücklich das Engagement der Ehrenamtler und stellt sicher, dass die Tönisvorster Kinder langfristig mit Warnwesten ausgestattet werden und die Westen gleichförmig in allen Einrichtungen verteilt werden.“