Notfallseelsorge Kreis Viersen wird 25 Jahre alt Wenn die Seele Erste Hilfe braucht

Kreis Viersen · Seit 25 Jahren gibt es die Notfallseelsorge Kreis Viersen. 46 Frauen und Männer sind bei Bedarf rund um die Uhr zur Stelle. Wie die Notfallseelsorge entstand und wie die Arbeit heute aussieht.

 Alexandra Dallmann (Polizei Viersen), Koordinator Heinz-Willi Kawaters, Initiatorin Claudia Wenzel-Freudenberg, Koordinator Andreas Bodenbenner und Simon Fritsch vom Amt für Bevölkerungsschutz beim Kreis Viersen informieren über die Notfallseelsorge.

Alexandra Dallmann (Polizei Viersen), Koordinator Heinz-Willi Kawaters, Initiatorin Claudia Wenzel-Freudenberg, Koordinator Andreas Bodenbenner und Simon Fritsch vom Amt für Bevölkerungsschutz beim Kreis Viersen informieren über die Notfallseelsorge.

Foto: Marc Schütz

Wenn die Leitende Notärztin Dr. Claudia Wenzel-Freudenberg an die Zeit vor etwa 27 Jahren zurückdenkt, beschleicht sie immer noch ein mulmiges Gefühl: Nicht selten musste sie Angehörige nach einem Todesfall allein zurücklassen, weil sie schon zum nächsten Einsatz eilen musste. „Dieser Zustand war für mich nicht mehr haltbar“, sagt sie. Das Flugtagunglück in Ramstein mit 70 Toten und etwa 1000 Verletzten war noch nicht lange her, die Idee der Notfallseelsorge entstand damals. Daher wandte sich die auch in der evangelischen Kirche engagierte Ärztin an den damaligen Superintendenten des Evangelischen Kirchenkreises Krefeld-Viersen, Gerd-Dieter Kahlen, und stieß so etwas Großes an. Zeitsprung: Am 1. Februar 2023 wurde die Notfallseelsorge Kreis Viersen 25 Jahre alt, weswegen Träger und Unterstützer zum Pressegespräch in die Rettungswache Tönisvorst eingeladen hatten.