Neuer Stadtsportverband für Tönisvorst

Vertretung aller Sportvereine : Neuer Stadtsportverband für Tönisvorst

Auf Einladung des Kreissportbundes kamen die Vorstände von 17 Tönisvorster Sportvereinen zusammen. Am Ende war ein neuer Stadtsportverband gegründet. Erste Vorsitzende wird Anke Mühlbeyer vom TC Grün-Weiß sein.

Mit zusammen rund 8000 Mitgliedern sind die Sportvereine die größte Bürgerbewegung in Tönisvorst. Jetzt hat der Sport vor Ort wieder eine sichtbare Vertretung. Auf Einladung des Kreissportbundes wurde am Donnerstagabend ein neuer Stadtsportverband gegründet. Neu deswegen, weil sich der alte 2015 aufgelöst hatte. Die Sparkassenstiftung hatte ihre Förderrichtlinien geändert, und dem Stadtsportbund war das Geld ausgegangen. In die Kostenfalle geht der neue Stadtsportverband nicht, weil weder eine Sportlerehrung ansteht noch Zuschüsse bezahlt werden sollen.

Angelika Feller, Vorsitzende des Kreissportbundes, hatte eingeladen und leitete die Versammlung und die Wahlen zum Vorstand. Erste Vorsitzende wurde Anke Mühlbeyer, Vorsitzende des TC Grün-Weiß. Erster Stellvertreter ist Lars Kuhlenschmidt von den Schießfreunden Freischütz Tell, zweiter Stellvertreter ist Dirk Schreiber, DJK Teutonia St. Tönis. Zur Schatzmeisterin wurde Gerta Peters vom Reiterverein 1878 Vorst gewählt. Schriftführerin ist Gudrun Knittel, Schießfreunde Freischütz Tell St. Tönis. Für die Stadtteile gehören als kooptierte Beratungsmitglieder dem Vorstand noch Harry Goldsteyn vom Reiterverein Vorst für Vorst und für St. Tönis Christian Hülsemann von der Turnerschaft an.

Zur Gründung kamen die Vorstände von 17 Sportvereinen. 22 waren eingeladen. Damit sind alle großen Vereine Mitglied im neuen Stadtsportverband. Der neue Vorstand will den Dialog im Sport ankurbeln, aber auch Ansprechpartner für die Stadt und die Politik sein. Als „Stimme des Sports“ in Tönisvorst will sich der neue Verband einbringen und sich mit Nachdruck für die Belange des Sports in der Stadt einsetzen. Jeder Verein zahlt 50 Euro als Mitgliedsbetrag, und jeder Verein hat, egal wie klein oder groß, eine Stimme. Mit diesem „Taschengeld“ kann der Vorstand keine große Sprünge machen. Damit sollen Kosten für die Vorstandsarbeit aufgefangen werden.

Kümmern will sich der Verband um die Sportstätten und ihren baulichen Zustand. Vereinseigene Hallen sollen gefördert, gemeinsame Aktionen geplant werden, der fachliche Austausch und die Kommunikation untereinander soll ausgeweitet werden. Überhaupt will man sich „besser kennenlernen“, wie Klaudia Schleuter, Geschäftsführerin des Kreissportbundes, aus der Versammlung berichtet. Auch das Thema Sportlerehrung steht auf der Agenda. Bei Vorgängertreffen wurde sie vielfach diskutiert. Dafür müsste aber zuerst ein Finanzierungskonzept gefunden werden.