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Neue Sommerbiathlonanlage bei den Schießfreunden

Eine neue Sportanlage in Tönisvorst : Alles für den Biathlon im Sommer

Bei den Schießfreunden-Freischütz-Tell 1926 St. Tönis hat die neue Sommerbiathlon-Anlage für einen ersten Erfolg gesorgt. Nikolei Lukovich wurde in seiner Klasse deutscher Vite-Meister.

Die fünf schnell hintereinander abgegebenen Schüsse hallen laut durch die Trainingshalle der Schießfreunde-Freischütz-Tell 1926 St. Tönis (SFT). Voller Konzentration steht Nikolei Lukovich vor der Absperrung und zielt mit einem Gewehr auf die zehn Meter entfernten kleinen Kreise mit einem Durchmesser von 3,5 Zentimetern. Schuss für Schuss sitzt und entsprechend schießen die Klappen hoch, die die Treffer damit unverkennbar anzeigen.

Der junge Mann setzt das Gewehr ab und zieht an einer langen Schnur, die von der Anlage bis zur Absperrung reicht. Alle fünf Klappen klappen gleichzeitig nach unten und die Anlage ist wieder startklar. „Es macht schon einen großen Unterschied, auf einer professionellen Biathlon-Anlage zu trainieren, als die vorherige Behelfsaktion mit den Fünferstreifen, die an der normalen Schießsport-Trainingsscheibe festgeklemmt werden mussten“, sagt der Sportschütze. Er muss es wissen, hat er doch gerade in Suhl bei den Deutschen Meisterschaften im Target Sprint innerhalb seiner Altersklasse die Nase vorn gehabt. Das Mitglied vom SFT wurde Vizemeister in der Disziplin Sommerbiathlon.

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Seit dem vergangenen Jahr bieten die Schießfreunde die neue Sportart an. Während der Winterbiathlon, der aus Ski-Langlauf und Schießen besteht, bekannt ist, steckt die Sommervariante, die es erst seit einigen wenigen Jahren gibt, noch in den Anfängen. Allerdings steigt das Interesse stark an. „Uns war es wichtig dieses Angebot aufzunehmen, denn es verbindet den Schießaspekt mit dem Sportlichen. Das ist eine schöne Kombination“, sagt Lars Kuhlenschmidt, erster Vorsitzender des SFT. Beim Sommerbiathlon wird der Ski-Langlauf durch den Lauf ersetzt. Fünf Kilometer Laufen werden mit vier Schießeinheiten kombiniert. Wobei immer ein Kilometer gelaufen wird, dem sich eine Schießeinheit im Stehen und Liegen anschließt. Der Sportler nimmt das Gewehr aber im Gegensatz zur Wintervariante beim Laufen nicht mit. Es bleibt beim Schießstand.

Im St. Töniser Verein ist das seit dem vergangenen Jahr bestehende Angebot gut angenommen wurden, wobei bislang eine optimale Trainingseinheit für das Schießen fehlte. Man improvisierte. „Wir haben für eine entsprechende Anlage eisern gespart, aber unser Verein ist nicht so groß und der Unterhalt der Schießsportanlage an sich ist schon nur mit einer großen Kraftanstrengung zu stemmen“, sagt Kuhlenschmidt. Daher stellte der Verein einen Antrag bei der Sparkasse in St. Tönis. Dieser wurde positiv beschieden. Der SFT erhielt aus den PS-Ausschüttungen 1000 Euro von der Sparkasse und konnte damit die 1500 Euro teure Biathlon-Anlage kaufen. „In Sachen Sport und gerade im Hinblick auf die Jugendarbeit, die der SFT leistet, gehörte der Verein mit zu den 41 Vereinen in Tönisvorst, die von der Ausschüttung profitiert haben“, sagt Horst Klausmann, Leiter der Sparkasse St. Tönis.

Nun ziert seit zwei Monaten die neue Anlage die Halle, wobei es sich um drei Module handelt, die gleichzeitig genutzt werden können. Während die Scheiben für das Schießen im Stehen 3,5 Zentimeter Durchmesser haben, sind die für das Schießen im Liegen, die sich darunter befinden, eine ganze Ecke kleiner. Ihr Durchmesser beträgt gerade einmal 1,5 Zentimeter. „Das Schießen im Liegen ist einfacher, da der Schütze mehr Auflagepunkte hat und das Gewehr entsprechend ruhiger halten kann. Also sind die Ziele kleiner, damit es schwieriger wird“, erklärt Trainerin Natalja Lizunova. Innerhalb des Sommerbiathlons gibt es neben der Fünf Kilometer Variante den sogenannten Target-Sprint. Hierbei handelt es sich um drei Laufeinheiten von jeweils 400 Metern und zwei Schießeinheiten - die Disziplin, für die sich Lukovich dank der neuen Anlage so gut vorbereiten konnte.