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Neue mögliche Standorte für den Verwaltungsneubau in Tönisvorst wären deutlich teurer

Neue Gutachten : Verwaltungsneubau: Weitere Varianten sind teurer

Im Tönisvorster Rat wurden zwei weitere Standorte vorgestellt. Wegen Besonderheiten wären die Kosten höher.

Die Tönisvorster wollen ein neues Verwaltungsgebäude, aber wo es stehen soll, das ist noch unklar. Auf Wunsch der Politik hat die Assmann-Gruppe aus Dortmund, die mit der Planung befasst ist, jetzt noch zwei weitere mögliche Standorte geprüft und erste Ergebnisse in der Ratssitzung vorgestellt.

Bislang waren vier Standorte im Rennen: der Wilhelmplatz, ein Feld am Wasserturm, ein Grundstück im Gewerbegebiet Hohenhöfe und eines am Maysweg St. Tönis. Der Stadtrat brachte im Dezember noch zwei weitere Grundstücke in St. Tönis ins Gespräch: den Parkplatz an der Willicher Straße zum Spielplatz hin und das gegenüberliegende Grundstück an der Bahnstraße.

Auf den Punkt gebracht: Laut der Assmann-Gruppe würde ein Neubau an der Bahnstraße insgesamt 34,2 Millionen Euro kosten, einer an der Willicher Straße mit einer Tiefgarage 31,64 Millionen Euro oder mit einem Parkhaus 32,84 Millionen Euro. Diese Kosten unterscheiden sich deutlich von denen der anderen Standorte, die zwischen 24,94 und 25,72 Millionen Euro liegen.

Dies habe mit den Besonderheiten der Flächen zu tun, hieß es. So müsse nach dem Modell der Planer etwa an der Bahnstraße unter anderem wegen der dort verwinkelten Bauweise des Gebäudes und Vorgaben von der Verwaltung in zwei Bauabschnitten geplant werden, zudem müssten Grundstücke gekauft und bestehende Gebäude abgerissen werden – und es fiele der Verkaufserlös des Standorts an der Bahnstraße 15 weg.

An der Willicher Straße sind die teuren Besonderheiten, dass neben den etwa 70 Stellplätzen, die für den Neubau nachzuweisen sind, die 85 derzeit vorhandenen Stellplätze sowie rund 50 Plätze des P&R-Parkplatzes und eine Fahrradabstellanlage ebenfalls untergebracht werden müssen. Zudem bestehen auf dem Grundstück Altlasten, weil es dort früher eine Tankstelle gab.

Die Politik kann nun Fragen einreichen, die die Assmann-Gruppe für den Bauausschuss beantworten soll. Zudem soll diese die Gutachten noch einmal „vergleichbar und nachvollziehbar“ aufbereiten.

(emy)