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Tönisvorst: Neue Mode, viel Musik und Wassertanks

Tönisvorst : Neue Mode, viel Musik und Wassertanks

Zum Stadtfest des Werberings St. Tönis kamen am Wochenende zahlreiche Besucher in die Innenstadt. Die Händler lockten an beiden Festtagen mit Schnäppchen und stellten die neue Herbstkollektion bei einer Modenschau vor.

Erstmals laufen Models über einen kleinen Laufsteg, der auf dem Rathausplatz aufgebaut ist. Die Modenschauen beim St. Töniser Stadtfest haben die Händler Peeren, Robben und das Geschäft "Fashion & more" organisiert. Mitarbeiter der Händler führen die neue Herbst-Winter-Kollektion vor. Moderiert wird die Schau von Rainer Weinkopf-Brück. Bei den Besuchern des Stadtfests kommt die Neuerung gut an. "Die Modenschau gefällt mir", sagt Regina Schröder, "ich hätte es aber noch besser gefunden, wenn es hier Sitzplätze gäbe." Tatsächlich stehen die Zuschauer etwas verloren am Rand.

Nicht nur Modenschauen gehen über die Bühne beim Fest des Werberings. Am Samstagabend stehen die Musiker der Band "Infused" auf dem roten Teppich und heizen dem Publikum mit Rockmusik ein. Auch für Shows verschiedener lokaler Tanzstudios wird die Bühne genutzt. Im Mittelpunkt aber stehen die Händler. Zu den ortsansässigen Geschäften, die am Samstag bis 18 Uhr und am Sonntag geöffnet haben, haben sich einige Stände gesellt.

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Käse aus Holland, Senf aus der Eifel und Schokolade aus Pulheim werden angeboten. Auch der St. Töniser Imker Bernhard Kowalczyk ist wieder mit seinem Honig- und Met-Verkauf dabei. Silvia Schacks wirbt am Stand des Tönisvorster Karnevalkomitees für die Veranstaltungen der Session, der Tanzsportkreis präsentiert sein Angebot, die ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer des Bürgerbusses stellen sich vor und bieten Sonderfahrten an. Ansonsten sind es auswärtige Händler, die einen Stand beim Stadtfest aufgebaut haben. Einer von ihnen ist Manfred Groneck, der aus Münster gekommen ist, um hochwertige Schirme mit origineller Bedruckung zu verkaufen. "Die Leute hier sind freundlich, das Fest ist schön, aber die Resonanz ist sehr gering", klagt der Händler. Auch Gerti Siebert aus Wegberg ist nicht zufrieden. "Ich bin seit fünf Jahren jedes Jahr hier und muss feststellen, dass früher mehr los war", sagt die Händlerin, die Röcke und ausgewählten Schmuck verkauft.

Ob die fliegenden Händler, die Ledergürtel und extra günstige Taschen im Angebot haben, denn sein müssten, fragt sich Ingo Spee. "Das gibt dem ganzen Fest etwas Billiges", findet der St. Töniser. Auch die Freiflächen zwischen den Ständen auf der Hochstraße findet der Besucher ungünstig. Im Vorfeld hatte Stefan Robben, Vorsitzender des Werberings, davon gesprochen, dass man sich diesmal auf die Fußgängerzone konzentrieren wolle.

Weil V.I.P. aber an der Krefelder Straße gerade Neueröffnung gefeiert hat, wurden Teile der Straße in die Festmeile einbezogen. Dem Flair ist das ehr abträglich. Außer V.I.P. nutzen auch das Bistro "Bacco" im ehemaligen "Café Himmlisch" und die "Bodyarea" im ehemaligen Fotostudio Ingenpaß die Gelegenheit, sich vorzustellen. Fettreduktion, Straffung des Bindegewebes und Muskelaufbau durch Elektro-Muskel-Stimulation verspricht die "Bodyarea".

Ein Anblick, an den Besucher von Stadtfesten sich wohl gewöhnen müssen, sind die Wassertanks, die als Lastwagensperren erstmals an den Einfahrtswegen aufgebaut sind.

(WS03)