Hitze in Tönisvorst CDU fordert Trinkwasserspender

Tönisvorst · In Tönisvorst wurden am Dienstag 39,2 Grad gemessen. Die Stadt war damit der zweitheißeste Ort in Deutschland. Wasserspender in den Ortszentren sollen für Erfrischung sorgen, fordert die Tönisvorster CDU.

 Dirk Louy zeigt einen Wasserspender am Rheinufer in Düsseldorf-Golzheim. Bei diesem Modell fließt das Wasser kontinuierlich. Es gibt aber auch solche, die nur bei Bedarf das Wasser laufen lassen.

Dirk Louy zeigt einen Wasserspender am Rheinufer in Düsseldorf-Golzheim. Bei diesem Modell fließt das Wasser kontinuierlich. Es gibt aber auch solche, die nur bei Bedarf das Wasser laufen lassen.

Foto: CDU

Tönisvorst war am Dienstag der zweitheißeste Ort in Deutschland. 39,2 Grad wurden hier gemessen. Heißer war es laut Deutschem Wetterdienst nur in Duisburg-Baerl mit 39,5 Grad. Am 25. Juli 2019 hatten Tönisvorst und Duisburg mit je 41,2 Grad den Hitzerekord in Deutschland aufgestellt. Die neuerliche Hitze hat die Tönisvorster CDU jetzt zum Anlass genommen, noch einmal auf ihre Forderung von 2019 hinzuweisen, Trinkwasserspender im Stadtgebiet aufzustellen.

„Ich denke, mit zwei Trinkwasserspendern im Ortskern würden wir etwas Gutes für unsere Bürgerinnen und Bürger tun und für all die Fahrradtouristen, die durch unseren Ort fahren. Für den besonderen Kühlungseffekt ist das regionale Eis natürlich ein weiterer hilfreicher Faktor“, sagt der Tönisvorster CDU-Vorsitzende Dirk Louy. Die mit der Klimaerwärmung verbundene zunehmende Hitzebelastung sei von erheblicher gesundheitlicher Bedeutung, da sie zu Problemen mit dem Herz-Kreislaufsystem führen könne und den Organismus besonders beanspruche.

Bereits 2019 hatte die CDU ein eigenes Positionspapier zum Klima- und Naturschutz vorgelegt und unterschiedliche Maßnahmen für die Anpassung an den Klimawandel vorgelegt – so auch das Aufstellen von Trinkwasserspendern. Die Idee sei damals ins Stadtentwicklungskonzept aufgenommen worden, sagt Louy, doch umgesetzt worden seien die Wasserspender bisher nicht. Viele der in anderen Städten eingerichteten Trinkwasserspender würden in Kooperation mit den örtlichen Stadtwerken betrieben. So baue beispielsweise Düsseldorf die öffentlich zugänglichen Trinkwasserspender weiter aus.

„Wir müssen nicht nur in Richtung Klimaschutz denken, gerade für unsere Stadt ist die Klimafolgenanpassung von besonderer Bedeutung. Sowohl für Hitzesommer, bei dem Trinkwasserspender nur ein winziger Baustein sind, als auch bei zukünftigen Starkregenereignissen. Wir müssen besser auf Extremwetter vorbereitet sein“, mahnt Louy an. Zwar würden Trinkwasserspender nicht ausreichend Kühlung in die Stadt bringen, doch andere Städte machten Tönisvorst vor, wie man den Menschen ein wenig Erfrischung verschaffen könne. „Wenn die Temperaturen steigen, ist es gerade wichtig, viel zu trinken, öffentlich zugängliches Trinkwasser kann da nur förderlich sein.“

(msc)
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