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Nach Explosion: Action Medeor aus Vorst schickt Hilfslieferung nach Beirut

Hilfe aus Tönisvorst : Action Medeor schickt Hilfslieferung nach Beirut

Die Gesundheitsorganisation stellt Medikamente und medizinische Ausrüstung im Wert von insgesamt 30.000 Euro. Eine erste Hilfslieferung hat das Lager in Vorst verlassen, weitere Lieferungen folgen.

Die Gesundheitsorganisation Action Medeor hilft nach der verheerenden Explosion in Beirut mit Medikamenten und medizinischer Ausrüstung im Wert von insgesamt 30.000 Euro. Sie stattet das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und die Helfer von Premiere Urgence mit Verbandsmaterial, medizinischer Ausrüstung, Schmerzmitteln, Antibiotika und anderen Medikamenten aus. Eine erste Hilfslieferung hat das Lager in Vorst verlassen, weitere Lieferungen werden in den nächsten Tagen folgen.

Das DRK und Premiere Urgence benötigen die Hilfslieferung vom Niederrhein für die medizinische Versorgung der Verletzten, die nach der Explosion dringend auf internationale Unterstützung angewiesen sind. Auch über das Bündnis „Aktion Deutschland hilft“, dem Action Medeor ebenfalls angehört, gelangen Hilfslieferungen in den Libanon. Den Partnerorganisationen wie den Maltesern und anderen hat Action Medeor medizinische Materialien und Medikamente angeboten.

Die Vorbereitungen für die internationale Hilfe begannen bereits wenige Stunden nach der Explosion, die mehr als 150 Tote und rund 5000 Verletzte forderte. Mit Hochdruck packen die Mitarbeiter von Action Medeor im Lager die Hilfspakete. Unter anderem werden für die Versorgung von Verletzten Venenabbinder versandt.

„Wir sondieren gerade, welche Hilfe konkret benötigt wird und auf welchem Weg wir sie am besten in das Katastrophengebiet bringen können“, erläutert Sid Peruvemba, Vorstandssprecher von Action Medeor. Das Medikamentenhilfswerk kooperiert im Libanon mit verschiedenen Partnern, die unter anderem auch Krankenstationen in der Nähe von Beirut betreiben.

„Die Krankenhäuser sind jetzt im Katastrophenmodus, um die vielen verletzten Menschen zu behandeln“, sagt Peruvemba. In solchen Krisensituationen würden die medizinischen Ressourcen binnen kürzester Zeit verbraucht. „Wir wollen mit unserer Spende dazu beitragen, dass es nicht zu Engpässen kommt“, sagt der Vorstandssprecher.

(RP)