St. Tönis: Mit Landesmitteln den Sport fit machen

St. Tönis : Mit Landesmitteln den Sport fit machen

Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt in NRW, besuchte am Mittwoch den Kreissportbund Viersen. Stationen waren die Schießfreunde Freischütz Tell St. Tönis, das Grefrather Eisstadion und der DJK VfL Willich.

So ein Besuch ist hochwillkommen. Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, bringt nicht nur Interesse und ein offenes Ohr mit, sondern sie stellt sogar Fördergelder in Aussicht. Milz spricht selber von „goldenen Eiern“. Auf ihrer Sport- und Ehrenamtstour besuchte sie am Mittwoch den Kreissportbund Viersen, und das gleich mit mehreren Stationen. Am Abend war auf Schloss Neersen die Jahreshauptversammlung des Kreissportbundes, und die Staatssekretärin sollte dort zu den Mitgliedern sprechen. Vorher besuchte sie drei Sportstätten in St. Tönis, Grefrath und Willich.

Im Gepäck hat sie ein 300 Millionen Euro-Programm zur Modernisierung und Sanierung von Sportstätten. Im Oktober teilte die Staatskanzlei mit, dass das Land mit einem „einzigartigen Förderprogramm“ die Sportvereine und -verbände in NRW unterstützen werde. Das Sportstättenförderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ will Sportstätten zukunftsfit machen und einen „massiven Modernisierungsstau“ beheben. Andrea Milz verspricht eine Unterstützung der Sportvereine, „die zu einer deutlichen Verbesserung der Sportstätteninfrastruktur in Nordrhein-Westfalen führen wird.“

Am Mittwoch hatte die Staatssekretärin ein strammes Programm zu erledigen (siehe Info-Kasten). Aus Mönchengladbach kam sie zuerst nach St. Tönis, wo man auf dem Gelände der Schießfreunde Freischütz Tell 1926 St. Tönis an der Gelderner Straße auf sie wartete. Dazu gesellt hatten sich die Tönisvorster und Krefelder Landtagsabgeordnete Britta Oellers, Bürgermeister Thomas Goßen sowie Lars Schaath, Fachbereichsleiter Sport, von der Stadt Tönisvorst, und Angelika Feller, Vorsitzende des Kreissportbundes. Vom Verein freuten sich Vorsitzender Lars Kuhlenschmidt, Schriftführerin Gudrun Knittel und Peter Mikulaschek, Sportleiter Bogen, über den Besuch aus Düsseldorf.

Auf dem Gelände absolvierten einige Jugendliche einen zweitägigen Schnupperkurs. Sie kamen von der Holzwerkstatt in Kempen. An der großen Wettkampfwiese mit Zielscheiben in einem Abstand von 30 bis 70 Metern, hatten sich ein paar Mitglieder, Jugendliche wie Erwachsene, eingefunden, die ihren Sport auf beeindruckende Weise vorführten. Die Abteilung der Bogenschützen ist 170 Mitglieder groß. Der Verein hat insgesamt 290 Mitglieder, ein Drittel davon sind Jugendliche. Der älteste Schütze ist 85.

In den letzten Jahren waren insbesondere die jungen Bogensportler sehr erfolgreich unterwegs. Bei den Landesmeisterschaften konnten mehrere Titel in Einzel- wie Mannschaftswertungen errungen werden. Neben dem Bogenschießen bietet der SFT St. Tönis zudem die Disziplinen Gewehr und Pistole an. Auch hier gibt es im Jugendbereich beachtliche Erfolge. Neu hinzugekommen ist die zukunftsträchtige Disziplin „Sommerbiathlon“, bei der Luftgewehrschießen und Laufen kombiniert werden.

Das Vereinsgelände hinter dem TC Gesundheitszentrum an der Gelderner Straße hat der Verein 1975 gepachtet. Damals halfen die Engländer der Kaserne Forstwald mit schwerem Gerät bei den Ausschachtungen, erzählt SFT-Vorsitzender Lars Kuhlenschmidt. Zwar konnte Peter Mikulaschek, Sportleiter Bogen, die Staatssekretärin nicht überreden, einen Bogen mal auszuprobieren, aber hörte gerne, dass sich die Jugendarbeit des Vereins auch in der Schule bezahlt mache. Bei Bogenschießen lerne jeder Konzentration und soziale Kompetenz. Die Nervosität bei Klassenarbeiten könne so bekämpft werden. Der Krefelder zeigte der Staatssekretärin verschiedene Pfeile aus Aluminium und Carbon sowie Zubehör, mit denen Finger oder die Schulter geschützt werden können, sowie Köcher für die Pfeile.

Im Grefrather Eisstadion: begab sich Staatssekretärin Andrea Milz selber aufs Eis, zusammen mit Marcus Optendrenk MdL (2.v.l.). Foto: Norbert Prümen (nop)

Andrea Milz verriet am Rande, dass das Land auf das Bundesinnenministerium einwirke, ein Schwimmbadprogramm aufzulegen. Die Sanierungen schafften Kommunen und Land nicht alleine.

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