Michael-Ende-Gymnasium Tönisvorst: Schulhofeingang wird neu gestaltet

Michael-Ende-Gymnasium : Schulhofeingang wird neu gestaltet

Die letzten Tage des Bauzauns, der seit zwei Jahren auf dem Schulhof des Michael-Ende-Gymnasiums steht, sind gezählt. Sitzgelegenheiten sollen da entstehen, wo einst eine ausrangierte Straßenbahn als Oberstufencafé diente.

Mehrmals war das Thema im Schul- und Kulturausschuss zur Sprache gekommen, aber eine Lösung wurde nicht gefunden. Die Schulleitung des Michael-Ende-Gymnasiums in St. Tönis bat die Stadt, das Gleisbett auf dem Schulhof zu entfernen, auf dem bis vor zwei Jahren noch eine ausrangierte und zum Oberstufencafé umgebaute Straßenbahn gestanden hatte.

Die Stadtverwaltung wies darauf hin, es gebe einen Vertag, der festlege, dass der Förderverein der Schule dafür zuständig sei, den Schulhof am Schulzentrum Corneliusfeld St. Tönis in seinen ursprünglichen Zustand zu bringen, wenn die Bahn abgebaut werden müsse. Das war vor zwei Jahren der Fall, nachdem die alte Straßenbahn immer wieder Opfer von Vandalismus geworden war. Seitdem steht ein Bauzaun auf dem Schulhof. Er umgibt das Gleisbett und soll dafür sorgen, dass sich dort kein Schüler verletzt. Für die Sicherheit mag der Bauzaun dienlich sein, optisch macht er keinen guten Eindruck.

So sah es aus, das Oberstufencafé des Michael-Ende-Gymnasiums Tönisvorst, bevor es dem Vandalismus zum Opfer fiel. Foto: Stephanie Wickerath

Umso erfreulicher findet es Paul Birnbrich, Direktor des Michael-Ende-Gymnasiums, dass die letzten Tage des Zauns nun gezählt sind. „Leider klappt es nicht mehr bis zu unserem Tag der offenen Tür am kommenden Samstag, aber bald danach wird der Bauzaun weg sein“, sagt der Schulleiter und ist optimistisch. Stattdessen soll auf Vorschlag der Schulkonferenz auf dem Betonfundament des Gleisbetts eine Mauer aus weißem Kalksandstein gebaut werden. Mit einer Holzsitzfläche versehen, soll so eine neue Sitzgelegenheit für die Kinder und Jugendlichen im Eingangsbereich des Schulhofs entstehen.

Um das Vorzeigeprojekt „alte Straßenbahn“ nicht ganz in Vergessenheit geraten zu lassen, habe die Schülervertretung vorgeschlagen, die weiße Sockelmauer der Sitzbank mit einem Graffiti zu gestalten, das an die Zeit erinnert, als die Straßenbahn dort stand und von den Oberstufenschülern genutzt wurde. Mit der Stadtverwaltung sei die Idee der Neugestaltung bereits besprochen und abgestimmt, sagt Schulleiter Birnbrich. Allerdings könne die Mauer aufgrund der Witterung erst im Frühjahr gebaut werden. Die Bodenfläche werde aber schon vorher wieder in einen gepflegten Zustand gebracht, weiß der Direktor.

Für das Gleisbett hatten seinerzeit zwei Bäume weichen müssen. Diese müssen laut Vertrag zwischen Förderverein und Stadtverwaltung nun neu gepflanzt werden. Paul Birnbrich sieht darin kein Problem: „Davon abgesehen, dass wir in den vergangenen Jahren längst weitere Bäume an anderer Stelle gepflanzt haben, werden wir mit Beginn des Schuljahrs 2020/2021 im Sinne der Nachhaltigkeit für jeden Eingangsjahrgang einen Baum auf dem Schulgelände pflanzen.“

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