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Michael-Ende-Gymnasium in Tönisvorst möchte altes Gleisbett entfernen

Michael-Ende-Gymnasium : Gymnasium möchte altes Gleisbett mit Rasen bepflanzen

Die Stadtverwaltung möge das Gleisbett auf dem Schulhof des St. Töniser Michael-Ende-Gymnasiums beseitigen. Die sieht sich aber nicht zuständig.

Nur noch ein verwahrlostes Gleisbett erinnert an das einstige Oberstufencafé des Michael-Ende-Gymnasiums in einer ausrangierten Straßenbahn. Vor zwei Jahren musste die Bahn abgebaut werden. Zuvor war sie fünf Jahre lang immer wieder Opfer von Vandalismus geworden. Dass das Gleisbett, von einem Bauzaun umgeben, immer noch auf dem Schulhof ist, ärgert die CDU-Fraktion und die Schulleitung.

„Ich möchte die Stadt nochmals darum bitten, das Gleisbett zuzuschütten, die Fläche mit Gras einzusäen und den Bauzaun zu entfernen“, sagt Thomas Kroschwald (CDU) im jüngsten Schul- und Kulturausschuss an eine Forderung, die er bereits vor ein paar Monaten in diesem Gremium ausgesprochen hatte. Tobias Janseps, Abteilungsleiter für städtische Liegenschaften, weist darauf hin, dass im Vertag stehe, dass der Förderverein des Gymnasiums für Erhalt, Abbau und Rückbau zuständig sei.

Das bringt Paul Birnbrich, Leiter des Gymnasiums, auf die Palme: „Das Oberstufencafé in der Straßenbahn hätte ein Prestigeobjekt der Stadt werden können“, sagt er. Stattdessen sei die Stadtverwaltung nicht in der Lage gewesen, die Bahn vor Vandalismus zu schützen. „Ich bin 40-mal von der Polizei, nachts und am Wochenende, gerufen worden, weil die Bahn zerstört worden ist“, führt der Schulleiter aus.

Immer wieder habe ein Mitarbeiter der Krefelder Stadtwerke (SWK) die kaputten Türen und Fenster ersetzt, bis der SWK die Ersatzteile und der Schule die Lust ausgegangen seien, auch weil man von der Stadtverwaltung keine Erlaubnis dafür bekommen habe, die Bahn mit einer Kamera überwachen zu lassen oder wenigstens eine Kamera-Attrappe zur Abschreckung anzubringen. Im Oktober 2017 räumten Schüler schließlich das Innere der Bahn, die ihnen als Oberstufencafé gedient hatte. Die alte Straßenbahn der Linie 41 wurde zerlegt und vom Schrotthändler abgeholt. Seitdem liegt das Gleisbett verlassen dar, ein Bauzaun dient der sogenannten Verkehrssicherheit. Birnbrich fordert eindringlich, dass die Stadtverwaltung jetzt doch wenigstens das Gleisbett zuschütten und mit Rasen bepflanzen soll, damit das traurige Kapitel endlich abgeschlossen werden könne.

Die Verwaltung äußerte sich dazu nicht. Es bleibt abzuwarten, wie lange der Bauzaun noch auf dem Schulhof steht.

(wic)