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Lebenshilfe Kreis Viersen sucht Grundstück für Mehrfamilienhaus in St. Tönis

Grundstück für Mehrfamilienhaus gesucht : Lebenshilfe sucht Baugrundstück in St. Tönis

Der Verein möchte in St. Tönis inklusiven Wohnraum schaffen, findet aber kein passendes Grundstück für das geplante Mehrfamilienhaus. Nun wendet sich die Lebenshilfe an die Bürger.

Die Lebenshilfe Kreis Viersen möchte in St. Tönis inklusiven Wohnraum schaffen – doch bislang fehlt dafür noch das passende Grundstück. Nun wendet sich die Lebenshilfe mit einer Bitte an die Bürger: „Gibt es in St. Tönis ein Grundstück von 1000 bis 1500 Quadratmetern, das aktuell oder in Zukunft zum Verkauf steht?“, fragt Mechthild Deeken, Koordinatorin für das betreute Wohnen der Lebenshilfe in Tönisvorst und Ansprechpartnerin für das Wohnprojekt. „Idealerweise wäre die nächste Einkaufsmöglichkeit fußläufig zu erreichen.“

Seit Ende 2018 treffen sich regelmäßig sechs Menschen mit geistiger Behinderung mit einem Betreuer der Lebenshilfe, die den Auszug in die eigene Wohnung planen. In St. Tönis könnten sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten selbständig einkaufen gehen, Freunde besuchen und unmittelbaren Kontakt zu ihrer Kernfamilie halten, informiert die Lebenshilfe. „St. Tönis ist einfach schön. Die Innenstadt besuche ich oft. Hier kenne ich mich aus, und hier möchte ich gerne wohnen“, sagt Anja von Gehlen.

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Den passenden Wohnraum würde die Lebenshilfe gerne selbst mit einem inklusiven Mehrfamilienhaus schaffen. Inklusiv bedeutet, dass der Wohnraum für Menschen mit und ohne Behinderung entstehen soll. „Leider konnten wir bis dato noch kein passendes Grundstück finden“, berichtet Deeken.

Frank Sauer aus dem Vorstand der Lebenshilfe Kreis Viersen wohnt in St. Tönis und unterstützt die Suche: „Selbstverständlich orientieren wir uns beim Grundstückspreis an den aktuellen Bodenrichtwerten, die zum Beispiel auf www.boris.nrw.de zu finden sind“, erläutert er.

Erfahrungen mit barrierefreien, inklusiv vermieteten Mehrfamilienhäusern in anderen Städten des Kreises hätten gezeigt, dass das Zusammenleben in einer Hausgemeinschaft von Menschen mit und ohne Behinderung bereichernd sei und gut funktioniere. „Falls aber jemand seinem sozialen Herzen einen Schubs gibt und im Preis etwas darunterbleiben will, auch das würden wir gerne mitmachen. Zumal die Mieten für die Menschen mit Behinderung und auch die der ,inklusiven’ Mieter begrenzt wären auf das Grundsicherungsniveau“, sagt Sauer.

(emy)