Kinderbibelwochenende der Evangelischen Kirchengemeinde in St. Tönis

Kinderbibelwochenende : Kinderstadt hat Türen für Jesus geöffnet

Im evangelischen Gemeindehaus St. Tönis hieß es am Wochenende wieder: „Willkommen in der Kinderstadt“. Die Werkstatt, das Postamt, die Bäckerei und die Geschäfte haben sich auf die Ankunft von Jesus vorbereitet.

Was für eine Überraschung: Als die Kinder mit ihren Eltern aus dem Familiengottesdienst der evangelischen Kirche an der Hülser Straße in St. Tönis kommen, stehen zwei Esel vor dem Gemeindezentrum, die nur darauf warten, von den Kindern mit Möhren gefüttert und gestreichelt zu werden. Eva Wallrath und ihr Mann sind mit den beiden Eseln Gisela und Frida gekommen, um den Kindern eine gelungene Überraschung zum Abschluss des Kinderbibelwochenendes zu bieten.

Dabei standen auch in der Kirche und im Foyer des Gemeindezentrums Esel, allerdings aus Holz. Die hatte Jugendleiter Volkmar Büscher am Samstag mit Teilnehmern des Bibelwochenendes in der Werkstatt des Gemeindezentrums geschreinert. „Auch ein Ochse, Maria und Josef und die – natürlich noch leere – Krippe gehören dazu“, erzählt Pfarrerin Daniela Büscher-Bruch, die das Kinderbibelwochenende leitet.

Jedes Jahr im Frühling und im Spätherbst bieten die Pfarrerin, der Jugendleiter und ein Team von 40 Ehrenamtlern, bestehend aus Jugendlichen, Erwachsenen und Senioren, ein Kinderbibelwochenende für Fünf- bis Zehnjährige an. „Das ist ein generationsübergreifendes Projekt“, freut sich die Pfarrerin, die besonders das Küchenteam lobt, das den Kindern am Samstag ein weihnachtliches Menü im Restaurant „Zur Wolke“ mit viel Liebe zubereitet und serviert hat.

Etwa 30 bis 60 Kinder nehmen meistens am Kinderbibelwochenende der evangelischen Gemeinde St. Tönis teil. Das große Gemeindezentrum an der Hülser Straße verwandelt sich dann in eine Kinderstadt. „Es gibt ein Restaurant, ein Postamt, eine Werkstatt, eine Bäckerei, ein Kiosk, eine Bücherei und Geschäfte, in denen gebastelt wird“, schildert die Pfarrerin. Das Motto ist jedes Mal ein anders. „Im Frühjahr ging es um Menschen in der Stadt, die Hilfe brauchen, etwa weil sie obdachlos sind. Diesmal ging es um die Ankunft Jesus‘ und das bevorstehende Weihnachtsfest“, erzählt Daniela Büscher-Bruch. „Jesus kommt, öffnet Eure Türen!“, lautete das Motto.

Tamme und Arne, sieben und acht Jahre alt, sind zwei der 38 Kinder, die das Kinderbibelwochenende diesmal besucht haben. „Ich war in der Bäckerei und habe ein Lebkuchenhaus gebacken“, erzählt Arne. „Außerdem haben wir unsere eigenen Stempel im Postamt gemacht und Dekoration gebastelt, die ich jetzt Zuhause aufhänge“, sagt der Achtjährige. Die Gelegenheit, einen Wunschzettel ans Christkind nach Engelskirchen zu schicken, hat der Schüler nicht genutzt: „Ich gebe den Wunschzettel lieber meinen Eltern.“ Vermutlich ist das auch sicherer.

Tamme hat bei dem Bau der Holzkrippe geholfen. „Ich habe gesägt und gebohrt, und das hat gut geklappt und Spaß gemacht“, erzählt der Siebenjährige stolz. „Außerdem habe ich einen neuen Freund gefunden“, ergänzt er strahlend Die beiden Jungen sind sich einig: „Das Wochenende in der Kinderstadt war richtig toll“, sagen sie im Brustton der Überzeugung