Tönisvorst: Katholische Kirche baut neue Kita in Vorst

Tönisvorst : Katholische Kirche baut neue Kita in Vorst

Zwischen Oedter Straße und Dückershof will die katholische Kirchengemeinde eine neue Kindertagesstätte bauen. Das bisherige Gebäude am Grünen Weg ist zu klein geworden.

Vorst boomt, das macht sich auch bei den Kindertagesstättenplätzen bemerkbar. Die katholische Kirche reagiert auf die große Nachfrage an Betreuungsplätzen und baut ein neues Haus für den Nachwuchs. Im Planungsausschuss wurde ein erster Entwurf jetzt vorgestellt. Die Politiker im Tönisvorster Planungsausschuss waren nicht begeistert von der Standortwahl am Dückershof. "Die Notwendigkeit für eine neue, größere Kindertagesstätte ist da", stellt Christiane Tille-Gander, Sprecherin der CDU-Fraktion im Ausschuss, fest, "aber mit dem Standort haben wir große Probleme."

Das Baugrundstück zwischen der Oedter Straße und der Straße Dückershof liege weit am Ortsrand und weit weg vom bisherigen Standort der Katholischen Kita an der Straße Grüner Weg. "Der neue Standort hat eine Insellage", sagt Tille-Gander. Auch die geplante Anbindung über einen Kreisverkehr zwischen der Oedter Straße und der Straße Dückershof hält die CDU-Fraktion für unglücklich. "In St. Tönis warten wir seit Jahren auf den Kreisverkehr, wenn der an dieser Stelle in Vorst auch nicht kommt, wird die Kreuzung schnell zu einem Gefahrenpunkt", prophezeit die CDU-Sprecherin.

Marcus Beyer vom Fachbereich Planung bei der Stadt weist darauf hin, dass es sicher besser geeignete Grundstücke für die neue Katholische Kita gegeben hätte, aber: "Die Eigentümer wollen nicht verkaufen." Zum Thema Kreisverkehr sagt Beyer, dass die Stadt den Ausbau vermutlich aus eigener Tasche zahlen werde, obwohl die Straße nicht in städtischem Eigentum sei.

Die SPD-Fraktion sieht der Standortfrage gelassen entgegen. "Der Bedarf an Kita-Plätzen ist in Vorst vorhanden und wird in den nächsten fünf bis zehn Jahren noch steigen", sagt Helge Schwarz. Alleine durch das Neubaugebiet Vorst-Nord mit 16 Doppelhaushälften, 19 eingeschossigen und 35 zweigeschossigen Einfamilienhäusern, das zurzeit erschlossen wird, sei in den nächsten Jahren mit vielen Kindern zu rechnen. "Und dieses Gebiet ist nicht so weit vom Dückershof entfernt", stellt Schwarz fest.

Bis die neue Kita steht, dürfte aber noch einige Zeit vergehen, denn auch an dieser Stelle werden - wie fast überall in Vorst - historische Bodenzeugnisse vermutet, weshalb zunächst die Archäologen kommen müssen. Mit der Einschränkung, die Verwaltung möge prüfen, ob sich nicht doch ein zentraleres Grundstück für den Neubau der fünfgruppigen Einrichtung findet, beschlossen die Politiker bei zwei Enthaltungen durch Michael Schütte (noch fraktionslos) und Kurt Wittmann, Grüne, schließlich die Aufstellung eines Bebauungsplans.

(WS03)
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