Tönisvorst: Jugendtreff Vorst will sich breiter aufstellen

Tönisvorst: Jugendtreff Vorst will sich breiter aufstellen

Der Jugendtreff Vorst soll die zentrale Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche im Stadtteil werden. Das Besucherpotenzial sei im Ort vorhanden. Schließlich gebe es in Vorst kaum ein "Konkurrenzangebot" und durch das Neubaugebiet Vorst-Nord werden weitere Familien in den Ort ziehen.

Da ist es nur folgerichtig, den Jugendtreff auch personell so aufzustellen, dass er wachsenden Aufgaben gerecht werden kann. So befasst sich heute der Ausschuss für Jugend, Senioren, Soziales und Sport unter Leitung von Helmut Drüggen (CDU) damit, eine zusätzliche halbe Stelle zu schaffen. Der Ausschuss soll die Verwaltung beauftragen, die anteilige Finanzierung der zusätzlichen halben Stelle in Höhe von 56,6 Prozent beim Kreisjugendamt zu beantragen.

Nachdem im Juli 2017 Annika Weyers als neue Leiterin an den Jugendtreff kam, steht jetzt ein zweiter Schritt an. Ziel ist es, den städtischen Jugendtreff für die Kinder und Jugendlichen in Vorst wieder zu einem attraktiven Anlaufpunkt zu machen. Um das zu erreichen, bedarf es "zusätzlicher Man- bzw. Womanpower". Deshalb schlägt die Verwaltung eine Aufstockung um 0,5 Stellen auf dann insgesamt 2,0 Stellen vor.

Die Verwaltung führt in der Beratungsvorlage aus, der Jugendtreff müsse einen Imagewandel vollziehen. Schritt für Schritt müsse sich das Personal der Einrichtung im Ort profilieren, alte Menschen über den Jugendtreff müssten aufgebrochen, das Angebot müsse bekannt gemacht und angenommen werden. Der Jugendtreff müsse sich quasi "neu erfinden", um auch neue Besucher hinzugewinnen zu können.

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Bürgermeister Thomas Goßen erklärt auf Nachfrage, was damit gemeint ist: "Wir stehen zu dieser Einrichtung, die neue Ansätze und neue Ideen einbringen will." Gegenüber dem Ist-Zustand will der Jugendtreff das Altersspektrum in ganzer Breite ansprechen. Jugendzentren, die vom Ansatz in den 1970er/1980er Jahren entwickelt wurden, stünden heute vor neuen Herausforderungen. Wenn die jugendlichen Besucher mit den Jugendzentren mitwachsen, dürfe man nicht die jüngeren Jahrgänge vergessen. Ganz früher trafen sich vorwiegend die 15- bis 17-Jährigen und besuchten dort Rockkonzerte.

Heute, so Goßen, stelle man in Vorst einen "Boom an jungen Leuten" fest. Das sei eine "spannende Entwicklung" in Vorst, die die gesamte Infrastruktur betreffe. Die Prognosen einer immer älter werdenden Bevölkerung stimmten so nicht mehr. Zumindest in Vorst leben jetzt mehr Kinder und Jugendliche als prognostiziert. Die Verwaltung arbeite an Plänen für weitere Kita-Plätze.

(RP)