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Hochzeitsmeile „We said yes“ in der Fußgängerzone in St. Tönis

Hochzeitsmeile „We said yes“ : St. Töniser Einzelhändler sagen Ja

Zwei Geschäftsfrauen planen eine Hochzeitsmesse der anderen Art: Bei „We said Yes“ am 7. Februar beraten einige der Einzelhändler in der Fußgängerzone zu dem Thema, Aussteller von außerhalb kommen in deren Schaufenstern unter.

In Tönisvorst lassen sich jährlich fast 200 Paare trauen. Manche feiern den vermeintlich schönsten Tag ihres Lebens im kleinen Rahmen mit der Familie und den engsten Freunden, andere lassen es so richtig krachen. Was aber wohl alle gemeinsam haben: den Wunsch, dass der Hochzeitstag für sie etwas Besonderes werden soll. Damit das auch gelingt, wollen die St. Töniser Einzelhändlerinnen Eva Engelbrecht und Andrea Hermes quasi bei den Vorbereitungen mithelfen. Sie planen eine Hochzeitsmeile in der Fußgängerzone.

Die beiden hatten bereits 2018 eine gemeinsame Weihnachtsveranstaltung mit Musik und Getränken auf die Beine gestellt, nun wollen sie nach der erfolgreichen Aktionswoche des Werberings St. Tönis zum „Valentönistag“ im vergangenen Jahr erneut das Thema Liebe in den Mittelpunkt stellen. „Wir haben gemerkt, dass die Nachfrage da ist“, sagt Eva Engelbrecht. Der Name ihrer Hochzeitsmesse der etwas anderen Art ist „We said yes“ (Wir haben Ja gesagt). Zeitlich liegen die Geschäftsfrauen damit wohl genau richtig: Geheiratet wird am liebsten und damit häufigsten von Mai bis Juli, geplant wird jetzt.

Insgesamt 22 St. Töniser Einzelhändler und Dienstleister aus der Region werden also am Freitag, 7. Februar, Kunden und Interessierte rund um die Möglichkeiten einer Traumhochzeit informieren. Die Geschäfte, die teilnehmen, befinden sich hauptsächlich entlang der Hochstraße. Dienstleister, die von außerhalb kommen, finden bei ihnen einen Platz. So präsentieren sich beispielsweise in Eva Engelbrechts Laden „Akzenta Stil & Design“ die Fotografin Ines Schäfer, die Traurednerin Svenja Dörfler sowie Hochzeitsplaner. Sie teilen die Schaufenster im Geschäft untereinander auf.

Damit für jeden Besucher etwas dabei ist, haben die Organisatorinnen genau auf die Mischung der Dienstleistungen geachtet. So soll es möglich sein, an diesem Tag für nahezu jeden Bereich einer Hochzeit einen Ansprechpartner zu finden. Dazu gehören unter anderem die Aspekte Catering, Hochzeitsplanung, Live-Musik, Fotografie, Haare und Make-up sowie Eheringe und Hochzeitspapeterie. „Wir wollen, dass die Kunden zu jedem Produkt ein Gesicht haben“, sagt Andrea Hermes vom gleichnamigen Blumenladen. Seit 1932 befindet er sich in Familienbesitz, sie hat das Geschäft 2007 übernommen. „Dann kann man direkt im persönlichen Gespräch feststellen, ob die Dienstleistung und der Anbieter zu einem passen.“ Denn gerade wenn sich ein Paar etwa für Live-Musik entschieden habe, müsse schließlich die Chemie mit dem Sänger stimmen. „Bei uns kann man sich auf kurzem Weg ganz entspannt kennenlernen“, sagt Andrea Hermes.

Wie auf einer klassischen Hochzeitsmesse sollen die Kunden bei „We said yes“ beim Schlendern Dinge entdecken können, an die sie bei ihren Planungen vorher vielleicht noch gar nicht gedacht haben – Gastgeschenke beispielsweise, am 7. Februar zu finden bei „Little bags – Glück in Tüten“ aus Krefeld.

Eva Engelbrecht ist es wichtig, das die Kunden zufriedengestellt werden. „Alle sind auf der Suche nach etwas Besonderem für den besonderen Tag“, sagt sie. Vor fünf Jahren hat die Krefelderin ihr heutiges Geschäft in St. Tönis übernommen. Sie schätzt das Angebot in der Fußgängerzone. „In St. Tönis gibt es noch viele Inhaber-geführte Geschäfte, wo man mit den Menschen in Kontakt kommt“, sagt sie.

Damit sich Kunden und Händler auch wirklich Zeit bei der Beratung lassen können, haben die teilnehmenden Geschäfte an diesem Abend bis 21 Uhr geöffnet. Offizieller Beginn von „We said yes“ ist um 17 Uhr. Sollte der Auftakt gelingen, können sich die Organisatorinnen vorstellen, die Hochzeitsmeile im nächsten Jahr erneut anzubieten.