Hans Joachim Kremser  aus Tönisvorst ist im Vorstand der Metropolregion Rheinland

Hans Joachim Kremser : „Der Schrebergarten der Region“

Hans Joachim Kremser  aus Tönisvorst ist im Vorstand der Metropolregion Rheinland

Hans Joachim Kremser, SPD-Politiker aus Tönisvorst, ist für den Kreis Viersen Mitglied im Vorstand der Metropolregion Rheinland, ein Zusammenschluss von Kommunen und Kreisen, Industrie- und Handels- sowie Handwerkskammern, der Städteregion Aachen und dem Landschaftsverband Rheinland. Am Mittwoch beruflich auf dem Weg nach Istanbul, war er am Dienstag in Köln. Der Vorstand des Vereins wählte eine neue Geschäftsführung.

Nachdem Ernst Grigat, früher Chef der Chemparks von Currenta in Krefeld-Uerdingen, Dormagen und Leverkusen, im Oktober nach einem Jahr ausschied, war die Stelle lange vakant. Jetzt ist sie gleich anderthalbfach besetzt. Der engere Vorstand hatte Kirsten Jahn (42), Fraktionsvorsitzende der Grünen im Kölner Rat, vorgeschlagen. Am Dienstag wurde sie gewählt, ihr zur Seite gestellt wurde mit einer halben Stelle Ulla Thönissen (55), CDU-Fraktionsvorsitzende der Städteregion Aachen, als zweite Vorsitzende. Jahn wird ihren Fraktionsvorsitz in Köln aufgeben.

Kremser war bei der Wahl dabei, er hat einen guten Eindruck von den Kandidatinnen gewonnen. Ulla Thönissen gehörte bereits dem Vorstand des Vereins an. Kremser, der schon zwei Jahre im Vorstand dort mitarbeitet, ist von der Metropolregion begeistert – auch wenn er für den Kreis Viersen, der Mitglied ist, einschränkt, er sei in der Metropolregion nicht der „große Player“.

Vielmehr „sind wir der Schrebergarten zwischen den großen Städten“. Viele in der Region sähen den Niederrhein eher als eine Durchreiselandschaft. Nichtsdestotrotz sei es wichtig, in diesem Club mitzumischen und Verbindungen zu schaffen. Der Niederrhein sei in der Tat ein Transitland, aber dann müsse man eben ein Business daraus machen und den Logistik-Standort ausbauen.

Als Ernst Grigat im Oktober aufgehört hat, wünschte sich Kremser, dass die neue Leitung poltischer werde und nicht nur IHK-Interessen vertrete. In der Kultur passiere im Rheinland jede Menge, die Metropolregion sei nicht nur ein Wirtschaftsstandort. Die Geschäftsführung müsse eine Klammer finden, die verschiedenen Facetten des Rheinlandes zu verbinden.

Auch wenn die Interessen in Aachen, Köln oder am Niederrhein höchst verschieden seien, findet Kremser immer gut, gemeinsam an einem Tisch zu sitzen und miteinander zu reden. In der Geschäftsführung brauche man einen Moderator, der viele Dinge kennt, der sowohl wirtschaftlich als auch politisch denken kann.

Jetzt kommen nach dem Mann aus der Wirtschaft zwei Frauen, die sich auf dem politischen Parkett bewegen, an die Spitze.

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