Tönisvorst: Hannelore Kraft hat unangenehme Erinnerungen an Tönisvorst

Tönisvorst: Hannelore Kraft hat unangenehme Erinnerungen an Tönisvorst

In ihrer Jugend hat Ministerpräsidentin Hannelore Kraft leidenschaftlich gern Handball gespielt. Mit der A-Jugend des RSV Mülheim ist sie sogar Westdeutscher Meister geworden. Dass sie das Ballgefühl nicht verloren hat, bewies sie den Fotografen und Kameraleuten gestern beim Besuch in St. Tönis.

Den Tönisvorster Apfel, den ihr Uwe Leuchtenberg als Andenken an die Apfelstadt überreicht hatte, warf sie in die Luft und fing ihn lässig wieder auf. Gestern, bei ihrer Stippvisite auf Wahlkampftour in St. Tönis wird sie mit dem Verlauf zufrieden gewesen sein. Die Sonne schien, der "Schluff" wartete unter Dampf, die Stimmung war gut. Doch mit Tönisvorst verbindet sie eher "unangenehme Erinnerungen", wie sie dem Tönisvorster SPD-Empfangskomitee aus Uwe Leuchtenberg, Helge Schwarz und Heinz Michael Horst verriet - in Anspielung an frühere Handball-Spiele.

Die Ministerpräsidentin mit einem Apfel aus Tönisvorst - und den Landtagskandidaten Ina Spanier-Oppermann und Benedikt Winzen. Foto: WOLFGANG KAISER

Gestern herrschte großer Bahnhof an der Schluff-Endhaltestelle in St. Tönis. Die Ministerpräsidentin, nein die SPD-Spitzenkandidatin kam auf Wahlkampftour aus Duisburg nach St. Tönis, um mit dem Schluff nach Krefeld zu fahren und im Zug sowie dann bei einer "rheinischen Kraftbrühe" im Nordbahnhof mit Bürgern ins Gespräch zu kommen. Die Karten für die Zugfahrt waren unter den Interessenten verlost worden. Die Tönisvorster SPD hatte auch ein Kontingent von 40 Karten verteilt. Die beiden Krefelder und Tönisvorster Landtags-Kandidaten Ina Spanier-Oppermann und Benedikt Winzen waren bereits mit dem Schluff aus Krefeld angereist.

Zum Bahnhof war auch der bilinguale Geschichtskurs der Stufe zehn am Michael-Ende-Gymnasium gekommen. Ihr Lehrer Dieter Bergau, der für das Programm der Europa-Schule verantwortlich ist, appellierte an die Landespolitik, das Förderprogramm für Europa-Praktika wieder aufleben zu lassen. Doch Hannelore Kraft erwiderte, die Landesregierung habe das Programm nur anschieben können. "Es geht eben nicht alles". Die jungen Schüler ermunterte sie, wählen zu gehen: Die jungen Leute müssten die Demokratie in NRW verteidigen.

(RP)