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GUT wünscht sich Blühwiesen statt versiegelte Schulhöfe in Tönisvorst

Antrag in Tönisvorst

GUT wünscht sich Blühwiesen auf Schulhöfen

Die Umwandlung „toter Flächen“ in Vegetationszonen – beispielsweise Wildblumenwiesen – komme auch der Insektenvielfalt zugute, argumentiert die GUT. FOTO: Norbert Prümen

Tönisvorst Die Gemeinschaft Unabhängiger Tönisvorster beantragt, so viel wie möglich, mindestens aber ein Fünftel der Gesamtfläche zu entsiegeln und bis zum Jahr 2024 wieder aktiv der Natur zuzuführen.

Die Gemeinschaft Unabhängiger Tönisvorster (GUT) möchte Schulhöfe teilweise entsiegeln. Sie erhofft sich durch die Umwandlung der Asphaltflächen in Vegetationsflächen eine Stärkung des Lebensraums für Insekten und eine attraktivere Schulhofgestaltung für Schüler.

Die Schulhöfe in Tönisvorst sind zusammen auf mehreren tausend Quadratmetern mit Pflaster oder Asphalt versiegelt, schreibt die GUT in einem Antrag an die Stadtverwaltung: „Wir beantragen, so viel wie möglich, mindestens aber ein Fünftel der Gesamtfläche, bis zum Jahr 2024 wieder aktiv der Natur zuzuführen.“

Die GUT begründet: Eine Stadt im Klimanotstand, die regelmäßig im Fernsehen bundesweit im Wetterbericht dadurch auffällig werde, der heißeste Ort des Jahres oder die trockenste Gegend des Frühjahres zu sein, müsse dringend mehr Anstrengungen für die Zukunft des Klimas und der Umwelt unternehmen.

Die Umwandlung „toter Flächen“ in Vegetationszonen – beispielsweise Wildblumenwiesen – komme auch der Insektenvielfalt zugute und verbessere das städtische Mikroklima. Denkbar seien demnach Rasenflächen aus strapazierfähigen Gräsern, die sich als Spiel- und Bewegungsflächen eignen, sowie Barfußpfade oder Gemüse- und Obstgärten.

Die Maßnahme unterstreiche die Anstrengungen beispielsweise der Jungimker auf dem St. Töniser Friedhof oder den jüngst im Bau-, Energie-, Verkehrs- und Umweltausschuss thematisierten Ersatz von Schotter in Bahntrassen durch blühende Wiesen.

Die GUT möchte Schulgelände, die bereits heute ähnlich gestaltet sind, berücksichtigen und Fördermittel des Landes und des Bundes nutzen.

(emy)